Was esse ich heute?
Ernährungs-Tipps für Menschen mit säurebedingten Magenproblemen
--> Unser Wochenplan für Sie <--
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Sie haben nach dem Essen häufig Sodbrennen, Magendrücken oder müssen sauer aufstossen? Dann leiden Sie vermutlich an einer säurebedingten Magenerkrankung. Das bedeutet, ihr Magen produziert nach einer Mahlzeit zu viel Magensäure. Es kann dann leicht passieren, dass dieser saure Magensaft in die Speiseröhre hochschwappt. Dadurch kommt es zu Sodbrennen und saurem Aufstossen.
Diese Beschwerden treten besonders dann auf, wenn man üppig ißt. Denn nach einem opulenten Mahl braucht der Magen besonders viel Säure, um das Essen zu verdauen, und er braucht besonders lang dafür. Aus einem prall gefülltem Magen kann der Magensaft außerdem leichter entwischen. Besonders ungünstig sind fettreiche Mahlzeiten am Abend, weil der Körper abends langsamer verdaut als tagsüber.
Diese Lebensmittel bereiten häufig Probleme ...
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Ebenfalls ungünstig sind zu kalte und zu heiße Speisen und Getränke sowie scharf gewürzte Gerichte. Sie reizen den Magen und kurbeln die Säureproduktion an. Und je mehr Säure der Magen enthält, desto eher kommt es zu säurebedingten Beschwerden.
Es lohnt sich also, die eigenen Essgewohnheiten genauer unter die Lupe zu nehmen und genau darauf zu achten, zu welchem Zeitpunkt und unter welchen Umständen die Beschwerden auftreten. Eventuell lohnt es sich sogar ein "Tagebuch" über die Beschwerden zu führen, anhand dem dann mögliche Auslöser identifiziert werden können. Eine spezielle Diät oder Schonkost müssen Sie nicht einhalten: Erlaubt ist, was bekommt!
Folgende Regeln haben sich bei säurebedingten Magenproblemen bewährt:
- Mehrere kleine Mahlzeiten einnehmen statt ein- oder zweimal ordentlich reinzuhauen. Denn kleine Mahlzeiten werden schneller verdaut und belasten den Magen nicht so lange.
- Fettarme und eiweissreiche Speisen bevorzugen, da Eiweiss den sauren Magensaft neutralisieren kann. Fett dagegen erschwert und verlangsamt die Verdauung. Der Magen muss viel Säure bereitstellen, um fettreiche Speisen aufzuschließen.
- und auf Genussmittel wie Alkohol, Kaffee und Zigaretten zu verzichten. Alkohol und Kaffee sowie Süßigkeiten sind sogenannte Säurelocker - sie regen die Magensaftproduktion an. Nikotin in Zigaretten lässt den Schliessmuskel, der die Speiseröhre vom Magen trennt, erschlaffen. Dadurch kann die Magensäure leichter in die Speiseröhre zurückfließen.
Anregungen für eine magenfreundliche Kost
Vorschläge für bekömmliche und nach Nährstoffen ausgewogene Mahlzeiten finden Sie in unserem Wochenplan. Die Gerichte können nach eigenen Vorlieben verändert oder ergänzt werden. Und wer zwischendurch keinen Hunger verspürt, kann selbstverständlich auch eine Mahlzeit auslassen.
Wichtig ist allerdings, dass die einzelnen Mahlzeiten nicht zu üppig ausfallen. Denn das belastet den Magen und führt leicht zu Sodbrennen, Magendrücken oder saurem Aufstossen. Also nicht, einmal den Bauch vollschlagen und dann den ganzen Tag über nichts essen und zwischendurch eine Tasse Kaffee nach der nächsten trinken.
Wer zu Sodbrennen neigt sollte ...
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Kräutertee und stilles Wasser
Bei akutem Sodbrennen hilft kohlensäurearmes Mineralwasser oder Kräutertee trinken. Kohlensäure ist ungünstig, weil sie dem Magen zusätzlich Säure zuführt und man häufig nach dem Genuss kohlensäurehaltiger Getränke aufstossen muss.
Wasser oder Tee spülen die Säure zurück in den Magen und verdünnen sie. Für eine Teezubereitung Kamillenblüten, Melissenblätter und Hopfenzapfen zu gleichen Teilen mischen, einen Teelöffel davon auf eine Tasse geben und 8 bis 10 Minuten ziehen lassen. Den Tee zwischen den Mahlzeiten und vor dem Schlafengehen trinken. Denn zu diesen Zeiten treten die Beschwerden am häufigsten auf.
In Apotheken oder Drogerien gibt es auch fertige Teemischungen zu kaufen.
Stichwort Kaffee
Bohnenkaffee regt die Magensaftproduktion an und reizt den Magen. Bei manchen Menschen reicht es schon, auf Kaffee zu verzichten und die säurebedingten Magenprobleme sind verschwunden. Wer das nicht möchte, sollte sich angewöhnen, Kaffee nie auf leeren Magen zu trinken. Manchen hilft es auch, auf einen „magenfreundlichen” Kaffee umzusteigen. Diesen Kaffees sind die Reizstoffe entzogen worden. Milch oder Sahne im Kaffee macht ihn ebenfalls bekömmlicher.
Brot vom Vortag - ist bekömmlicher und schont den Geldbeutel
Auch wenn es lecker schmeckt, frisches Brot bereitet manchen Menschen Magenschmerzen. Wenn Sie damit Probleme haben, lassen Sie es nach dem Einkauf einen Tag liegen. Oder fragen Sie ihren Bäcker nach Brot vom Vortag, das gibt es meist billiger und ist bekömmlicher.
Der Grund: Altes Brot ist trockener und wird daher intensiver gekaut, gut eingespeichelt und langsamer gegessen als frisches Brot. Wenn es im Magen ankommt, ist es schon halb verdaut. Wer nicht auf frisches Brot verzichten möchte, sollte darauf achten, jeden Bissen ordentlich zu kauen.
Gut gekaut ist halb verdaut
Der Volksmund weiss, worauf es beim Essen ankommt: langsam essen und gründlich kauen. Wenn die Nahrung fein zerkleinert im Magen ankommt, wird sie dort schneller aufgeschlossen und an den Dünndarm abgegeben. Beim gründlichen Kauen entsteht gleichzeitig viel Speichel, der zuviel Säure im Magen neutralisiert.
Noch ein Tipp
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Die richtige Zubereitung
Die Art der Zubereitung ist für den gesundheitlichen Wert einer Mahlzeit von großer Bedeutung. So kann aus dem fettarmen Lebensmittel Kartoffel durch Frittieren oder Braten ein sehr fettes Gericht werden. Vitaminreiches Gemüse verliert durch falsche Lagerung, Wässern und langes Kochen einen großen Anteil der wertvollen Inhaltsstoffe. Und mit einem stark angebratenen Steak hat der Magen sehr viel mehr zu kämpfen als mit gedünstetem Fisch oder Fleisch, da durch das Rösten schwer verdauliche Stoffe entstehen. Durch die richtige Zubereitung lässt sich außerdem viel Fett einsparen.
Hier einige Tipps:
- Fettsparende Garmethoden sind kochen, dünsten oder garen im Tontopf.
- Eier, Pfannkuchen oder Fleisch können Sie mit wenig Fett in beschichteten Pfannen braten. Um eine starke Bräunung zu verhindern, sollten Sie die Pfanne langsam aufheizen und bei schwacher Hitze weiterbraten.
- In Alu- oder Bratfolie können Fleisch, Fisch und Gemüse ohne Zugabe von Fett im eigenen Saft schmoren
- Dünsten ist die ideale Art, Fisch und Gemüse mit wenig Fett zu garen. Geschmack und wertvolle Inhaltsstoffe bleiben dadurch erhalten.
- Soßen statt mit Eigelb oder Sahne mit glatt gerührtem Quark oder püriertem, gegarten Gemüse binden.

