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Was esse ich heute?
Ernährungs-Tipps für Menschen mit säurebedingten Magenproblemen

--> Unser Wochenplan für Sie <--

Sodbrennen, Gesundheit

Sie haben nach dem Essen häufig Sodbrennen, Magendrücken oder müssen sauer aufstossen? Dann leiden Sie vermutlich an einer säurebedingten Magenerkrankung. Das bedeutet, ihr Magen produziert nach einer Mahlzeit zu viel Magensäure. Es kann dann leicht passieren, dass dieser saure Magensaft in die Speiseröhre hochschwappt. Dadurch kommt es zu Sodbrennen und saurem Aufstossen.

Diese Beschwerden treten besonders dann auf, wenn man üppig ißt. Denn nach einem opulenten Mahl braucht der Magen besonders viel Säure, um das Essen zu verdauen, und er braucht besonders lang dafür. Aus einem prall gefülltem Magen kann der Magensaft außerdem leichter entwischen. Besonders ungünstig sind fettreiche Mahlzeiten am Abend, weil der Körper abends langsamer verdaut als tagsüber.


Diese Lebensmittel bereiten häufig Probleme ...

  • ... weil sie viel Fett enthalten:
    • Frittierte Speisen wie Pommes frites
    • Fette Backwaren wie Buttercremetorte oder Fettgebackenes
    • Mayonnaise
    • Fette Fleisch- und Wurstwaren
  • ... weil sie schwer verdaulich sind und lange im Magen verbleiben:
    • Hülsenfrüchte
    • Weißkohl, Grünkohl, Wirsing
    • Sauerkraut, Rotkraut
    • Paprikaschoten
    • Hart gekochte Eier
    • Zwiebeln
    • Frisches Brot
  • ... weil sie die Säureproduktion im Magen ankurbeln:
    • Bohnenkaffee
    • Alkohol
    • Süssigkeiten
    • Stark gewürzte Speisen
    • Zu heisse und zu kalte Speisen
  • ... weil sie zusätzlich Säure liefern:
    • Kohlensäurehaltige Getränke
    • Weisswein, Rotwein

Ebenfalls ungünstig sind zu kalte und zu heiße Speisen und Getränke sowie scharf gewürzte Gerichte. Sie reizen den Magen und kurbeln die Säureproduktion an. Und je mehr Säure der Magen enthält, desto eher kommt es zu säurebedingten Beschwerden.

Es lohnt sich also, die eigenen Essgewohnheiten genauer unter die Lupe zu nehmen und genau darauf zu achten, zu welchem Zeitpunkt und unter welchen Umständen die Beschwerden auftreten. Eventuell lohnt es sich sogar ein "Tagebuch" über die Beschwerden zu führen, anhand dem dann mögliche Auslöser identifiziert werden können. Eine spezielle Diät oder Schonkost müssen Sie nicht einhalten: Erlaubt ist, was bekommt!


Folgende Regeln haben sich bei säurebedingten Magenproblemen bewährt:

Anregungen für eine magenfreundliche Kost

Vorschläge für bekömmliche und nach Nährstoffen ausgewogene Mahlzeiten finden Sie in unserem Wochenplan. Die Gerichte können nach eigenen Vorlieben verändert oder ergänzt werden. Und wer zwischendurch keinen Hunger verspürt, kann selbstverständlich auch eine Mahlzeit auslassen.

Wichtig ist allerdings, dass die einzelnen Mahlzeiten nicht zu üppig ausfallen. Denn das belastet den Magen und führt leicht zu Sodbrennen, Magendrücken oder saurem Aufstossen. Also nicht, einmal den Bauch vollschlagen und dann den ganzen Tag über nichts essen und zwischendurch eine Tasse Kaffee nach der nächsten trinken.

Wer zu Sodbrennen neigt sollte ...

  • ...auf Alkohol und Zigaretten verzichten, da diese den Muskelverschluß am Mageneingang schwächen. Die Folge: Magensäure gelangt in die Speiseröhre.
  • ... nicht zu fett und nicht zu spät essen. Nach 18 Uhr sollte nicht mehr üppig getafelt werden, damit der Magen vorm zu Bett gehen genügend Zeit für die Verdauung hat. Vorsicht auch mit Speisen, die besonders lange im Magen liegenbleiben wie Ölsardinen und Hülsenfrüchte.
  • ...nachts nicht mehr naschen. Denn "Betthupferl" aus Schokolade kurbeln die Säureproduktion im Magen an.
  • ...Druck auf den Bauch verringern. Übergewicht preßt gegen den Magen und kann zu Sodbrennen führen

Kräutertee und stilles Wasser

Bei akutem Sodbrennen hilft kohlensäurearmes Mineralwasser oder Kräutertee trinken. Kohlensäure ist ungünstig, weil sie dem Magen zusätzlich Säure zuführt und man häufig nach dem Genuss kohlensäurehaltiger Getränke aufstossen muss.

Wasser oder Tee spülen die Säure zurück in den Magen und verdünnen sie. Für eine Teezubereitung Kamillenblüten, Melissenblätter und Hopfenzapfen zu gleichen Teilen mischen, einen Teelöffel davon auf eine Tasse geben und 8 bis 10 Minuten ziehen lassen. Den Tee zwischen den Mahlzeiten und vor dem Schlafengehen trinken. Denn zu diesen Zeiten treten die Beschwerden am häufigsten auf.
In Apotheken oder Drogerien gibt es auch fertige Teemischungen zu kaufen.

Stichwort Kaffee

Bohnenkaffee regt die Magensaftproduktion an und reizt den Magen. Bei manchen Menschen reicht es schon, auf Kaffee zu verzichten und die säurebedingten Magenprobleme sind verschwunden. Wer das nicht möchte, sollte sich angewöhnen, Kaffee nie auf leeren Magen zu trinken. Manchen hilft es auch, auf einen „magenfreundlichen” Kaffee umzusteigen. Diesen Kaffees sind die Reizstoffe entzogen worden. Milch oder Sahne im Kaffee macht ihn ebenfalls bekömmlicher.

Brot vom Vortag - ist bekömmlicher und schont den Geldbeutel

Auch wenn es lecker schmeckt, frisches Brot bereitet manchen Menschen Magenschmerzen. Wenn Sie damit Probleme haben, lassen Sie es nach dem Einkauf einen Tag liegen. Oder fragen Sie ihren Bäcker nach Brot vom Vortag, das gibt es meist billiger und ist bekömmlicher.

Der Grund: Altes Brot ist trockener und wird daher intensiver gekaut, gut eingespeichelt und langsamer gegessen als frisches Brot. Wenn es im Magen ankommt, ist es schon halb verdaut. Wer nicht auf frisches Brot verzichten möchte, sollte darauf achten, jeden Bissen ordentlich zu kauen.

Gut gekaut ist halb verdaut

Der Volksmund weiss, worauf es beim Essen ankommt: langsam essen und gründlich kauen. Wenn die Nahrung fein zerkleinert im Magen ankommt, wird sie dort schneller aufgeschlossen und an den Dünndarm abgegeben. Beim gründlichen Kauen entsteht gleichzeitig viel Speichel, der zuviel Säure im Magen neutralisiert.

Noch ein Tipp
Fördert ein Schnaps nach dem Essen die Verdauung?

    Alkohol ist zwar sehr gut um es gegen Fettflecke einzusetzen, hilft aber nicht zur Verdauung von fetthaltigem Essen. Alkohol verdünnt nicht das fette Essen, sondern die Säuren im Magen, die das Fett zerlegen. Somit braucht unsere Verdauung viel länger, um die Fette in der Mahlzeit abzubauen. Also lieber ein Gang an die frische Luft einlegen, als das kleine Schnäpschen danach einzunehmen.

Die richtige Zubereitung

Die Art der Zubereitung ist für den gesundheitlichen Wert einer Mahlzeit von großer Bedeutung. So kann aus dem fettarmen Lebensmittel Kartoffel durch Frittieren oder Braten ein sehr fettes Gericht werden. Vitaminreiches Gemüse verliert durch falsche Lagerung, Wässern und langes Kochen einen großen Anteil der wertvollen Inhaltsstoffe. Und mit einem stark angebratenen Steak hat der Magen sehr viel mehr zu kämpfen als mit gedünstetem Fisch oder Fleisch, da durch das Rösten schwer verdauliche Stoffe entstehen. Durch die richtige Zubereitung lässt sich außerdem viel Fett einsparen.
Hier einige Tipps:




     Zum Ernährungsplan 
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