Erkrankungen des Magens
Aufbau des Magens
Die Schichten der Magenwand |
Der Magen ist ein dehnbares, elastisches Hohlorgan. Dieses wird auf der Innenseite von einer Schleimhaut ausgekleidet, die durch eine dünnere Verschiebeschicht von der Muskelschicht getrennt ist. Die Muskelschicht ist außen vom Bauchfell als Begrenzung gegenüber der Bauchhöhle überzogen.
Magenzellen Die Magenschleimhaut bildet in ihren oberen zwei Dritteln in speziellen Zellen (Belegzellen) die Magensäure. Außerdem werden im Magen noch Substanzen gebildet, welche die Eiweißverdauung einleiten (Pepsin), in gewissem Maße an der Fettverdauung teilnehmen und die Aufnahme des lebensnotwendigen Vitamin B 12 in das Blut (sog. Intrinsic-Faktor) ermöglichen.
Aufbau der Magendrüsen des Magenkörpers |
Selbstverdauung? Viel Forschungsaufwand wurde getrieben, um die alte Frage zu klären, "warum sich der Magen eigentlich nicht selbst verdaut". Immerhin enthält der Magen-Hohlraum konzentrierte Salzsäure ohne sich selbst zu zerstören! Heute ist klar, am effektiven Schutz der Schleimhaut und der darunter liegenden Magen-Schichten sind beteiligt:
- normale Schleimbildung
- die häufige Zellerneuerung ("Regeneration")
- eine intakte Verbindung der Zellen untereinander
- eine gute Durchblutung
- die Bildung von Bikarbonat zur Neutralisierung von Magensäure
- magenschleimhautschützende Prostaglandine
- bestimmte Wachstumsfaktoren
Lage des Magens Der Magen liegt zwischen der Speiseröhre und dem Zwölffingerdarm ("Duodenum") im oberen Mittelteil der Bauchhöhle, unmittelbar unterhalb des Zwerchfells. Links von ihm liegt die Milz, rechts die Leber, die den Magen mehr oder weniger weit überdeckt. Hinter dem Magen befindet sich ein Teil der Bauchspeicheldrüse.
Lage des Magens im Verhältnis |
Da die Speiseröhre nicht an der obersten Stelle des Magens endet, sondern etwas tiefer an der kleinen Kurve des Magens, entsteht eine Kuppel. Diese Magenkuppel enthält immer etwas Luft, die beim Schlucken mit in den Magen gelangt. Der anschließende nächste Magenteil ist der Magenkörper ("Korpus"), der im Stehen parallel zur Körperlängsachse verläuft und in waagerechter Richtung in den Magenausgangsteil ("Antrum") übergeht . Den Abschluss des Magens gegenüber dem Zwölffingerdarm bildet der Magenpförtner("ylorus"). Der Pförtner reguliert als besonders ausgebildeter Muskelschlauch zusammen mit dem Spannungszustand und den Muskelbewegungen des Magens den portionsweisen Übertritt des Speisebreies in den Zwölffingerdarm. In den anschließenden Zwölffingerdarm münden - nur wenige Zentimeter vom Magenpförtner entfernt - der Gallengang und der Gang der Bauchspeicheldrüse. Sie liefern für die normale Verdauung unverzichtbare Säfte.
Magenform Abhängig vom Körpertyp des Menschen oder seinem Ernährungszustand kann der Magen verschiedene Formen haben (Stierhornmagen, Angelhakenmagen, tief durchhängender Magen bei Magensenkung, Kaskadenmagen). In aller Regel haben diese Formen keine gesundheitliche Folgen. Lediglich bei der Verlagerung größerer Magenteile in den Brustkorb ("Hiatus-Hernie"), ist von einem krankhaften Zustand auszugehen.
Einteilung des Magens |
Zwölffingerdarm Aus dem Magen gelangt der Speisebrei in kleinen Portionen in den Zwölffingerdarm ("Duodenum"). Dieser spielt eine zentrale Rolle bei der weiteren Verwertung der Nahrung. Der Zwölffingerdarm beginnt mit einer zwiebelförmigen Aufweitung ("Bulbus") und läuft dann wie ein C um den Kopf der Bauchspeicheldrüse ("Pankreas") herum. In die obere Hälfte dieses Teils münden der Gang der Bauchspeicheldrüse und die Gallenwege.
Die in den Zwölffingerdarm transportierten Säfte der Bauchspeicheldrüse und der Leber binden bzw. neutralisieren die aus dem Magen kommende Salzsäure weitgehend. Die Enzyme ("Fermente") im Saft der Bauchspeicheldrüse spalten die im Speisebrei enthaltenen Nährstoffe so weit auf, dass sie später vom Darm in den Körper aufgenommen (absorbiert) werden können.
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