Erkrankungen des Magens
Beschwerden
Nüchternschmerz Magen- und Zwölffingerdarm-Geschwüre sind durch die Art der beobachteten Beschwerden nicht sicher voneinander abzugrenzen. Und: Immer wieder können Beschwerden völlig fehlen oder von so geringer Stärke sein, dass sie vom Patienten gar nicht registriert werden! Relativ typisch für das Zwölffingerdarm-Geschwür ist der "Nüchternschmerz". Dieser setzt ein, wenn der Magen leer ist und verschwindet nach Nahrungszufuhr. Häufig wachen die Betroffenen nachts wegen der Schmerzen auf. Die Einnahme von Säure bindenden Medikamenten ("Antazida") kann den Nüchternschmerz bessern oder zum Abklingen bringen. Auch z. B. ein Zwieback verringert den Schmerz bei manchen Betroffenen. Da die Schmerzen auf nüchternen Magen auftreten, werden die Patienten immer wieder zum Essen veranlasst. Beim Magengeschwür treten die Schmerzen hingegen mehr oder weniger schnell nach der Einnahme von Mahlzeiten auf und verderben den Betroffenen dadurch den Appetit. Obwohl die Schmerzen bei beiden Ulkuslokalisationen oft im mittleren Oberbauch angegeben werden, kommt es beim Zwölffingerdarm-Geschwür eher zu Schmerzen im rechten Oberbauch, beim Magengeschwür eher etwas links der Mittellinie.
Warnsignale Ein dringender Arztbesuch ist notwendig, wenn
- die Schmerzen bohrend sind,
- bis zur Wirbelsäule ausstrahlen und
- sich durch übliche Medikamente kaum bessern lassen.
In diesen Fällen liegt der Verdacht nahe, dass das Geschwür dabei ist, in Nachbarorgane einzudringen oder kurz vor dem Durchbruch steht. Ein Arzt sollte sofort gerufen werden, wenn
- schwarzer Stuhl ("Teerstuhl") im Zusammenhang mit Schwächegefühl, schnellem Puls und Müdigkeit oder
- Bluterbrechen (dabei kann das Erbrochene wie Kaffeesatz aussehen)
auftreten. Dies sind Anzeichen einer starken Blutung aus dem Geschwür, die umgehend behandelt werden muss.
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