Erkrankungen des Magens
Medizinische Diagnostik
Im Beratungsgespräch wird sich der Arzt zunächst von den Beschwerden berichten lassen und dabei auch nach ihrer Dauer, ihrem Zusammenhang mit der Nahrungsaufnahme und der Lokalisation fragen. Wichtig sind dabei Zusammenhänge mit besonderen Belastungen bzw. einer Medikamenteneinnahme. Nach einer körperlichen Untersuchung wird er dann entscheiden, ob er erst einmal einen Behandlungsversuch ("probatorische Behandlung") unternimmt oder gleich weiterführende Untersuchungen durchführt.
Neben einigen Labor-Blutuntersuchungen wird dann sehr rasch eine Ultraschalluntersuchung der Bauchorgane und schließlich auch eine Spiegelung von Speiseröhre, Magen und Zwölffingerdarm veranlasst werden. Durch die Spiegelung kann mit großer Sicherheit ein Ulkus erkannt oder ausgeschlossen werden. Die bei der Spiegelung mögliche gezielte Gewebeentnahme und die spätere mikroskopische Untersuchung der Proben erlauben es andere Krankheiten festzustellen, die ein Ulkus vortäuschen können. Gleichzeitig ist der Nachweis des Erregers Helicobacter pylori durch einen Schnelltest und eine Gewebeuntersuchung möglich.
Endoskopische Therapie Die Spiegelung des Magens als Notfallmaßnahme ist nicht nur das wichtigste diagnostische, sondern gleichzeitig auch das wichtigste therapeutische Verfahren: Der größte Teil der Ulkusblutungen lässt sich nämlich endoskopisch behandeln. Eine offene Operation wie in früheren Jahrzehnten ist somit meistens nicht mehr notwendig.
Kontrolluntersuchung Ist ein Magenulkus Ursache der Beschwerden, wird 4-8 Wochen nach Beginn der Behandlung eine Kontrollspiegelung notwendig. Nicht so sehr zur Heilungskontrolle, sondern um mit größtmöglicher Sicherheit andere Erkrankungen auszuschließen, beispielsweise einen frühen Magenkrebs. Eine solche Kontrolluntersuchung ist beim Zwölffingerdarmgeschwür nicht notwendig, da sich eine Krebserkrankung an dieser Stelle nicht als ein Ulkus verschleiert.
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