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Magen-Darm-Probleme - so hilft die Natur (Teil 1 von 3)
Die häufigsten Probleme


Magen-Darm-Probleme

Etwa 30 Tonnen Nahrung (etwa 1 großer LKW-Sattelzug voll) und 50.000 Liter Flüssigkeit nehmen wir im Laufe unseres Lebens durchschnittlich zu uns. Da gerät unsere Verdauung schon manchmal durcheinander, besonders wenn der Körper noch andere Aufgaben gleichzeitig zu erledigen hat (z. B. körperliche Arbeit, Stress). Und dies geschieht recht oft. So oft, dass die geklagten Beschwerden die häufigsten überhaupt sind, unter denen Patienten leiden: Sodbrennen (38 Mio., das häufigste Symptom insgesamt), Reizmagen (18 Mio.), Reizdarm (27,5 Mio.) oder Blähungen (31 Mio.).

Refluxkrankheit (Hauptsymptom Sodbrennen)

Der vom Kehlkopf bis zum Mageneingang reichende, etwa 25 cm lange Muskelschlauch Speiseröhre transportiert Nahrung und Flüssigkeit zum Magen. Und zwar aktiv - durch wellenförmige Bewegungen seiner Muskeln (so wie Magen und Darm auch). Die Nahrung fällt also nicht einfach von oben in den Magen, sondern wird auch im Liegen oder beim Kopfstand zum Magen transportiert. Diese komplizierte Funktion wird von Nerven gesteuert und gerät manchmal durcheinander. Sei es durch viel Alkohol, Zigaretten, Medikamente z. B. gegen Asthma, sei es während der Schwangerschaft oder durch Megastress im Alltag. Folge: Der Verschlussmuskel der Speiseröhre gegenüber dem Magen und ihre Selbstreinigungs-Funktion leiden. Hierdurch kommt die zarte Speiseröhrenschleimhaut für zu lange Zeit mit saurem Mageninhalt in Kontakt. Das bekannte Brennen hinter dem Brustbein beginnt, manchmal strahlt es sogar wie bei einem Herzinfarkt in Richtung Arm aus. Bekommt der Körper diesen verstärkten Rückfluß („Reflux“) von Mageninhalt in die Speiseröhre nicht in den Griff, entwickelt sich die chronische Refluxkrankheit, von der bei uns immerhin 18 Millionen Menschen täglich betroffen sind.

Reizmagen (Hauptsymptome Völle- oder Druckgefühl, Übelkeit)

Fast noch häufiger - bei bis zu 30% der Bevölkerung - ist der Reizmagen („funktionelle Dyspepsie“, „nervöser Magen“). Der äußerst muskulöse Magen arbeitet wie ein Zementmischer, vermischt die Speisen miteinander, zerkleinert sie weiter, und beginnt sie dabei mit seiner Säure und Verdauungsstoffen (Enzyme) zu zerlegen („Verdauung“). Da der Magen der sauerste Platz im Körper ist (ein paar Tropfen Magensäure könnten Löcher in einen Wollteppich ätzen) werden auch Erreger in der Nahrung vernichtet („Infektions-Schutz“). Zudem bildet der Magen viele Botensubstanzen (Hormone), die zum einen die Verdauung steuern, zum anderen aber auch den Stoffwechsel insgesamt (wichtig z. B. bei der Entstehung der Zuckerkrankheit oder von Übergewicht). Beim Reizmagen sind vor allem drei Funktionen im Magen gestört (Ursachen z. B. durch Stress - „die Belastung schlägt ihr auf den Magen“, unverträgliches Essen, Infektionen mit dem Magenkeim Helicobacter und anderes): Die Mischfunktion, die Entleerung des Magens in Richtung Darm und der natürliche Selbstschutz der Magenschleimhaut gegen Säure. Folge: Gestörte Verdauung durch unzureichend aufbereiteten Nahrungsbrei, Völlegefühl, Blähungen und vorzeitiges Sättigungsgefühl (Appetitlosigkeit) sowie Sodbrennen oder sogar Magenschmerzen.

Reizdarm (Hauptsymptom wechselnde Bauchschmerzen)

Der Dickdarm (= das 1,2 m lange Verbindungsstück zwischen Dünndarm und Darmausgang) ist ein interessanter Ort - besonders für Bakterien. Die mögen den Dickdarm nämlich wegen seiner vielen vom Menschen unverdauten Nährstoffreste (Darmflora = ca. 3 kg Bakterien, deren Anzahl größer ist als die Zahl aller Zellen eines menschlichen Körpers). Die Darmflora tut aber auch so manches Gutes für uns, produziert z. B. Vitamine, die wir nicht bilden können oder schützt uns vor krankmachenden Erregern. Im Dickdarm werden den Nahrungsresten und Stoffwechsel-Abfallprodukten das Wasser entzogen, der dabei verbleibende Rest bis zur Ausscheidung aufbewahrt. Gesteuert wird dies wie die gesamte Magen-Darmaktivität vom Darm-Hirn, einer Ansammlung von über 100 Millionen Nervenzellen (4-5x mehr als im Rückenmark!). Und diese Steuerung gerät manchmal durcheinander. Wodurch, darüber sind sich die Forscher bislang nicht einig. Klar ist nur, dass jede fünfte bei uns mehr oder weniger oft über typische Reizdarmsymptome klagt: Wechselnd auftretende Bauchschmerzen - mal stärker, mal schwächer - mal hier, mal dort, Verstopfung und Durchfall abwechselnd, oft begleitet von dem Gefühl, sich nicht richtig entleert zu haben, Blähungen. Viele Betroffene leiden auch unter weiteren Beschwerden wie Migräne, Menstruationsbeschwerden oder gelegentlichem Herzrasen.

Verstopfung (Hauptsymptom weniger als 3x Stuhlgang in der Woche)

Kommt es weniger als 3x pro Woche zum Stuhlgang, wird dies Verstopfung genannt. Oft ist das von hartem, festem Stuhl begleitet, der schmerzhaftes Pressen beim Stuhlgang nötig macht. Eine häufige Ursache bei Frauen ist ein verlangsamter Transport des Darminhaltes. Folge: Verstärkter Wasserentzug aus dem Stuhl. Auch Erkrankungen wie z. B. Zuckerkrankheit, Schilddrüsenstörungen, Verengungen des Dickdarms nach schweren Entzündungen oder viele Medikamente (z. B. Herzmittel oder Antidepressiva) können an Verstopfung schuld sein. Eine wichtige Ursache ist auch der dauerhafte Gebrauch von Abführmitteln (auch pflanzlichen!), der fast regelmäßig zu chronischer Verstopfung beiträgt. Durchfall als zumeist akutes Gesundheitsproblem, z. B. durch eine bakterielle Infektion oder Nahrungsmittelvergiftung, sollte vom Arzt behandelt werden.

Blähungen (Hauptsymptom verstärkte Bildung von Darmgas)

Nur selten wird darüber beim Arzt gesprochen: Aber Millionen von Menschen leiden tagtäglich unter aufgeblähtem Magen oder Darm. Beim Versuch, die Darmwinde dann zu unterdrücken, verstärken sich die Beschwerden noch weiter, entstehen Leibkrämpfe. Ursachen sind verstärktes Luftschlucken beim Essen (Magenblähung) und erheblich erhöhte Aktivität der Dickdarm-Bakterien. Anstatt normalerweise einen halben Liter Gas am Tag zu bilden, produzieren unsere kleinen Helfer dann viele Liter. Oft liegen die Ursachen in der Ernährung, z. B. viel Rohkost, weil diese viele unverdaubare Ballaststoffe enthält, die nur von Bakterien verdaut wird. Auch Medikamente, z. B. Antibiotika oder Fettbremser, oder auch hormonelle Umstellungen im Menstruationsverlauf, verändern die Zusammensetzung der Darmflora, so dass gasbildende Bakterien sich besonders vermehren.

Roemheld-Syndrom Sind Magen oder Darm sehr stark aufgebläht, wird der große Atemmuskel Zwerchfell nach oben gedrückt und so das Herz unnormal nach oben verlagert. Folge sind manchmal stärkste Herzbeschwerden, teilweise mit Schmerzen wie bei Herzenge (Angina pectoris). Auch Veränderungen des Herzschlages, Magenschmerzen und Übelkeit sind möglich. Die Erkrankung heißt Roemheld-Syndrom, die Symptome werden oft mit Herzerkrankungen verwechselt.

Magen und Darm
Speiseröhre Schmerzhafte Säurereizung der zarten Speiseröhrenschleimhaut durch Störung von Speiseröhren-Selbstreinigung und des normalen Verschlusses gegenüber dem Magen.
Magen Verringerte Bildung von Verdauungssäften, gestörte Durchmengung der Nahrung und verlangsamter Weitertransport in den Darm.
Dickdarm: Trinken wir zuwenig Wasser und lassen die Darmmuskeln durch durch zuwenig körperliche Bewegung 'einschlafen', wird dem Darminhalt zuviel Wasser entzogen. Typische Folge: Verstopfung.

Das passiert in der Magenschleimhaut
Falten
Die Magenschleimhaut kleidet den Magen aus. Sie hat Millionen Falten, zwischen denen spezielle Drüsen sitzen. Diese winzigen Drüsen bestehen aus unterschiedlichen Zelltypen, die verschiedene Stoffe bilden.
Belegzellen
Wichtig für die Verdauung sind die so genannten Belegzellen. Das sind Mini-Drüsen, die die Magensäure produzieren.
Magensäure
Wird zu wenig Säure gebildet, kann die Nahrung nur langsam zerlegt werden. Bleibt sie zu lange im Magen, sind Säureschäden möglich. Folgen: Völlegefühl, Schmerzen.


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