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Der Magenkranke
Die Klagen


Paul Gauguin, Faaturuma, 1891

Paul Gauguin, Faaturuma, 1891

Die Klagen des Magenkranken betreffen immer Beschwerden, die in den Oberbauch lokalisiert werden. Sie variieren in einem nicht allzu großen Ausmaß. Fast immer ist dem Kranken selbst der Zusammenhang mit der Nahrungsaufnahme deutlich, weswegen er schon in der Meinung, magenkrank zu sein, zu uns kommt. Diese mit der Nahrungsaufnahme zusammenhängenden Beschwerden werden als Druck oder evtl. auch als Schmerz, teilweise unmittelbar, teilweise 1/2, 1 oder auch 2 Stunden nach dem Essen angegeben. Erstere Angabe gilt im allgemeinen als verdächtig auf ein Ulcus ventriculi, letztere für ein Ulcus duodeni. Letztere Diagnose wird besonders wahrscheinlich, wenn noch der Nüchternschmerz hinzukommt, besonders in den frühen Morgenstunden, und die Beobachtung, daß Nahrungsaufnahme den Schmerz wieder zum Verschwinden bringt. Im allgemeinen werden die Schmerzen der Magenkranken als mäßig empfunden. Es gibt aber auch - gewöhnlich erst nach längerer Krankheit - den heftigen, fast kolikartigen Schmerz, der der Hinweis auf ein penetrierendes Ulkus - Serosasyndrom - sein kann. Mit dem Auftreten von Magenbeschwerden fängt der Mensch an, sich zu beobachten und darauf zu achten, ob es wohl mit der Art der Speisen zusammenhängen könne. So vermag fast jeder Magenkranke Angaben darüber zu machen, daß es gewisse Speisen gibt, von denen er meint, daß sie besonders starke Beschwerden auslösen. Meist handelt es sich hierbei um die sog. "schwer verträglichen" Dinge, das sind Nahrungsmittel mit viel Zellulose, wie Kohlgemüse und Hülsenfrüchte, nicht selten ist es auch Fett und Fleisch oder grobe Brotsorten. Der Appetit unserer Patienten ist verständlicherweise meist nicht so besonders gut. Trotzdem fehlt das Symptom der Gewichtsabnahme bzw. es hält sich in engen Grenzen, Ein rasches Sättigungsgefühl ist die Regel. Übelkeit kann vorkommen. Wird über Erbrechen berichtet, so lenkt es den Verdacht auf eine anatomische Passagebehinderung, bzw. ein Karzinom, über das später noch berichtet werden soll. Bei sorgfältiger Befragung hören wir fast immer, daß ein "schwacher" Magen schon recht lange, nicht selten seit der Kindheit bestanden hat. Auch Angaben über Magenerkrankungen bei Vater oder Mutter oder anderen Verwandten bestehen häufiger als bei Magengesunden. Kommt unser Patient nicht mit einer ersten Manifestation seines Leidens zu uns, dann erfahren wir auch etwas über verschiedene Perioden der Magenstörungen in seinem Leben, wobei der oft zitierte Frühjahrs- und Herbstgipfel nach meinen Erfahrungen nicht so besonders häufig zu sein scheint. Zwischen den Perioden mit Beschwerden können solche von ganz wechselnder Dauer folgen, in denen völlige Beschwerdefreiheit besteht, oder auch solche, in denen nur ständig eine gewisse Empfindlichkeit vorlag und eine gewisse Diät eingehalten werden mußte. Wenn auch die langdauernde Vorgeschichte die Regel ist, so gibt es doch auch Ausnahmen von dieser Regel und mitunter Magenkranke, die erst im späteren Lebensalter erkranken. Das Hauptmanifestationsalter liegt bei 25 bis 35 Jahren. Das männliche Geschlecht erkrankt häufiger als das weibliche, im Gegensatz zu den Erkrankungen der Gallenblase, wo es sich umgekehrt verhält. Sehr oft ist mit der Erkrankung auch eine Obstipation verbunden.

Edgar Degas, Portrait von Eugene Manet, 1874

Edgar Degas, Portrait von Eugene Manet, 1874

Eine zunächst oberflächliche Unterhaltung über die Lebenssituation ist meistens nicht sehr ergiebig. In ihrem beruflichen Leben sind die Magenkranken gewöhnlich ganz erfolgreich, und gerade sehr massive Konfliktsituationen, die am Beginn einer Symptomatik stehen, wird man verhältnismäßig selten zu hören bekommen. Nach ihren Verhaltensweisen befragt, werden sie sich selbst wohl als "nervös" empfinden und weiter zugeben, zu den Menschen zu gehören, die sich oft ärgern und diesen Ärger gern "in sich hineinfressen", aber spezielle Unfähigkeiten im Umgang mit dem Besitz wird nur der Geschulte aus den Patienten herausfragen können. Sie selbst haben gerade hierfür den blinden Fleck. Die auslösende Situation zu erfragen, bedarf daher auch einer besonderen Schulung. Der Magenkranke ist im allgemeinen nicht sehr freundlich und zugewandt, sondern abwartend, leicht misstrauisch und zurückhaltend. Der Prozentsatz der Alkoholiker ist unter den Ulkuskranken höher, als er dem Durchschnitt in der allgemeinen Bevölkerung entspricht. Als Grund für diesen erhöhten Alkoholkonsum wird die Nervosität angegeben (Wretmark).



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