Alter
Gesundheit wird auch im Kopf gemacht
Gesundheit wird auch im Kopf gemacht. Dies konnten jetzt Forscher der US-Yale Universität nachweisen: Bekommen SeniorInnen über einige Zeit unmerklich positive Begriffen wie "weise" oder "erfahren" mit, haben sie einen niedrigeren Blutdruck und können Stress besser bewältigen als SeniorInnen, die negativen Begriffen wie "senil" oder "Alzheimer" ausgesetzt waren. Eine Gesellschaft im Jugendlichkeits-Wahn sendet dauerhaft Signale aus, die Altern und hohes Lebensalter mit negativen Begriffen verbindet.
So kommt es zum Beispiel, dass viele alte Menschen gar nicht erst ihre körperliche Aktivität steigern, weil sie glauben, dass sie sowieso zu alt dafür seien. Weil sie sich dann immer weniger bewegen, sinkt natürlich die Leistungsfähigkeit ab. Dies erscheint wie eine Bestätigung des Vorurteils. Das Positive der Untersuchung: Den eigenen oder gesellschaftlichen Alters-Vorurteilen sind wir nicht bedingungslos ausgeliefert. Der Teufelskreis kann unterbrochen werden. Positive Botschaften zum Altwerden (Weisheit, Erfahrung, höhere Stress-Belastbarkeit, Gelassenheit) wirken Vorurteilen entgegen, vergrößern wieder die Erwartungen an die eigene Gesundheit und steigern den geistigen und körperlichen Einsatz, diese Erwartungen auch zu erfüllen.
- Levy et al.. Journal of Gerontology, Juli 2000.

