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Speiseröhre
Operation gegen quälendes Sodbrennen hilft Menschen mit empfindlicher Speiseröhre

Wenn eine Änderung des Lebensstils nicht hilft und alle Medikamente versagen, ist eine Operation oft die einzige Möglichkeit, Menschen von schmerzhaftem Sodbrennen zu befreien. Die Operation ist auch bei Menschen mit säure-empfindlicher Speiseröhre erfolgreich.

Menschen mit schwerem Sodbrennen haben häufig eine lange Leidensgeschichte hinter sich, wenn sie sich schließlich einem Chirurgen anvertrauen. Viele haben bereits auf fettige Speisen, Zigaretten, Schokolade, Koffein und Alkohol verzichtet. Sie haben verschiedene Medikamente gegen einen zu hohen Säuregehalt des Magens eingenommen, ohne dass sie von ihren Beschwerden befreit wurden. Sie leiden unter mehrfach täglichem schmerzhaftem Sodbrennen: Bis zu 20 Mal am Tag stoßen sie säurehaltigen Magensaft auf, was jeweils zu starken Schmerzen hinter dem Brustbein führt. Einige leiden unter Schluckstörungen, bei anderen führt das saure Aufstoßen zu Heiserkeit oder greift die Zähne an. Manchmal kann die Magensäure sogar einen Asthmaanfall provozieren.

Die Operation kann heute ohne großen Bauchschnitt als minimal invasiver Eingriff (auch "Schlüsselloch-Operation" genannt) durchgeführt werden. Die Technik mit der Fachbezeichnung "Fundoplikatio" ist einfach: Der Chirurg schlingt einen Teil des Magens um das untere Ende der Speiseröhre. Er stellt damit die Ventilfunktion der unteren Speiseröhre wieder her, deren Versagen die wesentliche Ursache für das schmerzhafte Sodbrennen ist. Doch obwohl die Operation einfach ist und der Patient häufig nach wenigen Tagen die Klinik wieder verlassen kann, sind die Chirurgen an strenge Bedingungen gebunden. Sie führen die Operation nur durch, wenn sie Hinweise auf eine Schädigung der Speiseröhre finden.

Dazu wird eine Speiseröhrenspiegelung durchgeführt. Bei einigen Patienten erscheint die Schleimhaut jedoch völlig normal, obwohl sie unter sehr heftigen Beschwerden leiden. Bisher wird diesen Patienten eine Operation verweigert. Dafür gab es zwei Gründe: Zum einen nehmen viele Chirurgen ihren Patienten die Beschwerden nicht ab, da ja in der Endoskopie nichts zu sehen ist. Zum anderen war der Wert der Operation bei der "säureempfindlichen Speiseröhre", wie die Erkrankung genannt wird, bisher nicht erwiesen.

Dieser letzte Einwand wird jetzt durch eine Studie des Royal Berkshire Hospitals in Reading, Großbritannien widerlegt. Die Chirurgen operierten dort insgesamt 19 Patienten mit säureempfindlicher Speiseröhre mit der Schlüsselloch-Methode. Alle hatten vorher unter heftigen Beschwerden gelitten und über Monate bis Jahre vergeblich Medikamente eingenommen, welche die Magensäurebildung hemmen. Zum Schluss war es bei ihnen zwischen 9 bis 28 Mal am Tag zu schmerzhaftem Sodbrennen gekommen. Nach der Operation waren die Sodbrenn-Attacken bei allen Patienten praktisch verschwunden. Statt nachts ständig wegen starker Schmerzen aufzuwachen, konnten sie wieder durchschlafen. Nur drei Patienten hatten noch geringe Restbeschwerden, die aber (bis auf einen Patienten) nicht die Lebensqualität beeinträchtigten. Einzige Voraussetzung für die Operation ist der Nachweis, dass es tatsächlich zum Austreten von Magensäure in die Speiseröhre kommt und dass dies zeitlich mit dem Sodbrennen übereinstimmt. Dies ist heute mit der 24-stündigen pH-Messung möglich. Über eine Nasensonde wird ständig der pH-Wert in der Speiseröhre kontrolliert. Über einen Knopf am Gerät kann der Patient dem Gerät mitteilen, wenn es zu einer Schmerzattacke gekommen ist. Die Daten werden später am Computer ausgewertet. Nur wenn Schmerzattacken und Magensäureabfall zeitlich zusammenfallen, ist eine Operation sinnvoll.


Literatur
  • Booth, M.I. et al.: Laparoscopic antireflux surgery in the treatment of the acid-sensitive oesophagus. Br J Surg 88(4): 577-82 (2001). (Medline).

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