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Ernährung
Warum Fette auf den Magen schlagen

Zu Weihnachten haben viele es wieder erfahren. Eine fette Gans kann einem schwer auf dem Magen liegen. Besonders hart trifft es jedes Jahr wieder die Patienten mit gastro-ösophagealem Reflux (GERD), denn bei diesen Patienten löst eine fettige Mahlzeit regelmäßig Sodbrennen aus (sofern sie dies nicht durch Einnahme eines sinnvollen Antazidums verhindern).

Doch wieso eigentlich? Die Symptome einfach auf die vermehrte Säureproduktion zu schieben, wäre zu einfach. Die Annahme, dass eine fetthaltigen Mahlzeit den unteren Ösophagussphinkter schmiert, sprich relaxiert, ist zwar richtig, aber nicht die ganze Wahrheit. Es stimmt: Der Schließmuskel wird tatsächlich durchlässiger. Durch die mechanische Öffnung kommt es zur Regurgitation einer größeren Menge von Magensaft und damit zum Sodbrennen. Doch es muss weitere Pathomechanismen geben, wie jetzt Experimente von Emeran Mayer und Mitarbeitern der Universität von Kalifornien in Los Angeles belegen.

Probanden waren 11 Patienten mit schmerzhaftem Sodbrennen auf Grund einer Magensäure-Reflux-Erkrankung und einer erosiven Ösophagitis. Alle kamen nüchtern zur Untersuchung und hatten am Abend vorher einen Säureblocker (Omeprazol) eingenommen, um den Einfluss der natürlichen Säureproduktion auszuschalten.

Die Forscher legten den Patienten zwei Sonden, eine reichte bis zur Mittel des Ösophagus und gab Salzsäure in steigenden Konzentration ab, bis die Patienten Sodbrennen verspürten. Die zweite Sonde reichte bis ins Duodenum. Über sie wurden die Probanden entweder mit eine Kochsalzlösung (Plazebo-Ast) oder mit einer Fettemulsion "ernährt". Die Menge entsprach der einer fettreichen Mahlzeit.

Ergebnis: Der Inhalt des Duodenums bestimmte, was die Patienten im Ösophagus spürten. Bei einer hohen Fettbelastung war die Dauer bis zum Auftreten der Schmerzen signifikant verkürzt (p<0,01) und die Schmerzintensität signifikant stärker (p<0,05).

Über den Pathomechanismus kann derzeit nur spekuliert werden. Die Autoren vermuten dass vagale Afferenzen eine Rolle spielen. Diese Neurone werden durch fetthaltigen Nahrung stimuliert. Entweder auf spinaler oder zentralnervöser Ebene muss es dann zu einer Verstärkung der sensorischen Informationen aus den Schmerzrezeptoren im Ösophagus kommen. Fette im Duodenum haben noch andere Wirkungen: Frühere Untersuchungen haben gezeigt, dass sie das Sättigungsgefühl im Magen (bei gleichem Volumen des Nahrungsbreis) verstärken. Sie verschlimmern auch die Übelkeit bei der Reisekrankheit.


Literatur
  • Meyer, J.H. et al.: Duodenal fat intensifies the perception of heartburn. Gut 2001;49: 624-628 (Medline).

© multiMEDvision GbR, Berlin, 1992-2018. Texte und Abbildungen unterliegen deutschem und internationalem Urheberschutzrecht: Insbesondere der Nachdruck oder die Übernahme in digitale Medien ist nur nach Genehmigung möglich.
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