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Pfefferminztee statt Pillen?
Pflanzliche Stoffe helfen bei Reizmagen


Pfefferminze

Aufstoßen, Magendruck und Völlegefühl bis hin zur Übelkeit - viele Patienten werden von diesen Beschwerden geplagt. Forscher haben nun gezeigt, dass Medikamente auf pflanzlicher Basis bei Reizmagen genauso wirksam sein können wie herkömmliche Medikamente.

Die Ursache dieser weit verbreiteten Magenbeschwerden sind immer noch nicht genau geklärt. Wissenschaftler vermuten, dass neben seelischen Einflüssen eine verminderte Magenbeweglichkeit wichtig ist. Dadurch gelangt die Nahrung verzögert in den Darm. Der Magen spannt. Magendruck und Übelkeit sind die Folgen. Viele Ärzte raten dann zu synthetischen Medikamenten, den so genannten Prokinetika. Diese sollen die Magenentleerung fördern und so die Beschwerden lindern.

Doch auch das alte Hausmittel Pfefferminztee hat seine Berechtigung. In neuesten Studien wurde gezeigt, dass Medikamente auf pflanzlicher Basis den Vergleich mit ihren chemischen Konkurrenten nicht scheuen müssen. Wissenschaftler wiesen nach, dass Medikamente aus Pflanzenauszügen bei Reizmagen ebenso gut helfen können wie die künstlichen Prokinetika.

Die Medikamente, die aus Pflanzenauszügen bestehen, nutzen die Erkenntnisse der traditionellen Medizin. Seit langem ist bekannt, dass Tees aus bestimmten Pflanzen Übelkeit lindern und den Appetit anregen können.

So werden in modernen Pflanzenmedikamenten Auszüge aus Pfefferminze (Mentha piperita) und Kümmel (Carum carvi) verwendet. Wirksam sind hauptsächlich die ätherischen Öle, die den Pflanzen ihren typischen Geruch geben. Pfefferminzöl wirkt unter anderem entspannend auf den Muskel, der die Magenentleerung kontrolliert, und hat somit eine ganz ähnliche Wirkung wie ein synthetisches Medikament gegen Reizmagen. Kümmelöl unterstützt diese Wirkung, da es entspannend auf Magen und Darm wirkt.

Weitere wichtige Wirksubstanzen sind die Bitterstoffe (Amara). Ihre Wirksamkeit ist seit langem bekannt. Forscher gehen davon aus, dass sie die Produktion von Magensaft ankurbeln. So werden beispielsweise Auszüge aus der Bitteren Schleifenblume (Iberis amara) benutzt. Die Bitterstoffe wirken aber nicht nur positiv auf den Magen, sondern auch allgemein anregend.

Bei gelegentlichen Magenbeschwerden kann man also zunächst einmal Großmutters Hausmittel wie Pfefferminz- oder Kümmeltee ausprobieren. Bei Beschwerden, die länger als 2 bis 3 Wochen anhalten, sollte man seinen Arzt um Rat fragen. Schließt der Arzt andere organische Ursachen wie etwa eine Magenschleimhautentzündung aus und rät zu Medikamenten, hat man durchaus eine Wahl zwischen synthetischen Prokinetika und Fertigpräparaten aus Pflanzenauszügen.

Rezept für Pfefferminztee:

1-2 Teelöffel Pfefferminzblätter (Folia Menthae piperitae) pro Tasse mit kochendem Wasser übergießen und 10 bis 15 Minuten bedeckt ziehen lassen. Wichtig ist, die Blätter nur ziehen zu lassen und nicht etwa zu kochen, sonst würden sich die wirksamen ätherischen Öle schnell verflüchtigen.
Den warmen Tee langsam, schluckweise trinken, am besten 2 bis 3 Tassen täglich nach oder zwischen den Mahlzeiten.
Je nach Geschmack kann der Tee auch mit Zucker oder Honig gesüßt werden.

Weitere Infos: → Pfefferminz – Geschmack im Alltag


Literatur
  • Saller, R. et al.: Dyspeptic pain and phytotherapy--a review of traditional and modern herbal drugs. Forsch Komplementarmed Klass Naturheilkd 2001; 8(5): 263-73 (Medline).
  • Madisch, A. et al.: A plant extract and its modified preparation in functional dyspepsia. Results of a double-blind placebo controlled comparative study. Z Gastroenterol 2001; 39(7): 511-7 (Medline).
  • Madisch, A. et al.: Treatment of functional dyspepsia with a fixed peppermint oil and caraway oil combination preparation as compared to cisapride. A multicenter, reference-controlled double-blind equivalence study. Arzneimittelforschung 1999; 49(11): 925-32 (Medline).
  • Bildquelle: © Marion Kaden

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