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Wenn der Magen für Kopfschmerzen sorgt

Abgeschlagenheit, Schmerzen in Kopf und Gesicht sind die quälenden Beschwerden einer Nasennebenhöhlenentzündung. Eine mögliche Ursache dieser Erkrankung könnte Sodbrennen sein, haben amerikanische und irische Forscher nun festgestellt. Wenn man das Sodbrennen behandelt, verbessern sich auch die Symptome der Nebenhöhlenentzündung [1].

Dass Magenprobleme Kopfschmerzen verursachen können, klingt zunächst unwahrscheinlich. Doch eine Nasennebenhöhlenentzündung, von Ärzten Sinusitis genannt, kann durchaus mit Sodbrennen im Zusammenhang stehen. Die Nasennebenhöhlen des Gesichtsschädels sind mit Schleimhaut ausgekleidete Räume. Über kleine Öffnungen stehen sie mit der Nase in Verbindung. Wenn die Nasenschleimhaut anschwillt, können die Öffnungen dadurch verschlossen werden. Die Selbstreinigung der Nebenhöhlen funktioniert nicht mehr, da der natürliche Abflussweg verstopft ist. In dieser nun abgeschlossenen Höhle finden Bakterien ideale Lebensbedingungen vor. Wenn die Öffnungen der Nasennebenhöhlen länger verschlossen sind, kann so eine chronische Nasennebenhöhlenentzündung beginnen.

Ein Anschwellen der Nasenschleimhaut kann viele Ursachen haben. Schnupfen oder Allergien sind häufige Gründe. Aber auch eine andauernde Reizung durch sauren Magensaft infolge einer Refluxerkrankung scheint eine ähnliche Wirkung zu haben. Amerikanische und irische Forscher stellten bereits vor einigen Jahren fest, dass bei Patienten mit besonders hartnäckiger Nasennebenhöhlenentzündung häufig auch eine Refluxerkrankung besteht [2]. Daraufhin verglichen sie nun eine Gruppe von Patienten, die an chronischer Nasennebenhöhlenentzündung leiden, mit einer Patientengruppe, die nur an Reflux leidet. Dabei fanden sie heraus, dass ein Großteil der Sinusitispatienten auch Probleme mit dem Rückfluss von saurem Mageninhalt hat. Die Patienten erhielten nun ein Medikament, das die Magensäureproduktion herabsetzt. Daraufhin verbesserte sich bei vielen Patienten nicht nur der Reflux, sondern auch die Beschwerden der chronischen Sinusitis.

Allerdings sind die Patientenzahlen zu gering, um aus der Studie gesicherte Erkenntnisse zu ziehen, räumen die Forscher ein. Doch diese Pilotstudie zeige, dass es sich lohne, den Zusammenhang zwischen chronischer Nasennebenhöhlenentzündung und Reflux in größeren Studien zu untersuchen.


Literatur
  1. DiBaise JK, Olusola BF, Huerter JV, Quigley EM: Role of GERD in chronic resistant sinusitis: a prospective, open label, pilot trial. Am J Gastroenterol 2002; 97(4): 843-50 (Medline).
  2. DiBaise JK, Huerter JV, Quigley EM: Sinusitis and gastroesophageal reflux disease. (Letter) Ann Intern Med 1998; 129(12): 1078 (Medline).

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