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Neues vom Krieg gegen Helicobacter pylori
Zwölffingerdarmgeschwür geheilt, aber Refluxrisiko erhöht?


Helicobacter pylori

Oft scheint bei chronischen Zwölffingerdarmgeschwüren der Schuldige schnell gefunden: Helicobacter pylori. Die Bakterie nistet sich in der Schleimhaut ein und kann so dauerhafte Entzündungen und Geschwüre auslösen. Die Bakterien können mit einer Kombination aus Antibiotika und einem Säurehemmer bekämpft werden. Sind die Erreger beseitigt, kann die Entzündung abheilen. Offenbar hat diese Behandlung aber auch Schattenseiten. Zum Beispiel: Nach der Behandlung steigt das Sodbrennenrisiko, so das Ergebnis einer wissenschaftlichen Arbeit. Der Magenkeim H. pylori schützt also offenbar vor einer Speiseröhrenentzündung durch aufsteigende Magensäure.

Die niederländischen Wissenschaftler Ruud J.L.F. Loffeld und René W.M. van der Hulst (Haarlem) haben zahlreiche Studien der vergangenen Jahre ausgewertet, in denen es um den Magenkeim H. pylori, Entzündungen von Magen, Zwölffingerdarm und Speiseröhre sowie deren Behandlung ging. Dabei stellten sie fest, dass viele Patienten zwar von ihrem Zwölffingerdarmgeschwür geheilt wurden, aber im Anschluss häufig an Entzündungen der Speiseröhre litten. Ursache für die Geschwüre waren chronische Infektionen mit H. pylori. Diese Erreger können sich gegen Säure wehren und deshalb im sauren Milieu des Magens überleben. Die Bakterien verursachen Verletzungen der Schleimhaut, die sehr schmerzhaft sein können. Dagegen werden oft Medikamente gegeben, die sogenannten Protonenpumpenhemmer. Diese sorgen dafür, dass weniger Magensäure gebildet wird und die Schleimhaut besser heilen kann. Allerdings fühlt sich dann auch H. pylori wohler und breitet sich im gesamten Magen aus. Als Reaktion auf die verminderte Säure bildet der Körper vermehrt magensäureproduzierende Zellen.

Wird nun H. pylori mit einer Kombination aus Antibiotika und Protonenpumpenhemmern bekämpft, heilen die Entzündungen und Geschwüre des Zwölffingerdarmes ab. Übrig bleiben allerdings die verstärkt gebildeten magensäureproduzierenden Zellen. Und die können nun - nach Ende der Therapie - ungebremst Magensäure produzieren. Diese erhöhte Magensäure führt dann bei vielen Patienten zu einer Reizung der Speiseröhre. Ein Viertel aller Patienten, bei denen das Zwölffingerdarmgeschwür geheilt und H. pylori ausgelöscht wurde, leidet danach unter Reflux-Beschwerden.

Soll deshalb auf eine H. pylori-Behandlung verzichtet werden? Nein, sagen die Autoren, denn die Behandlung bekämpft wirksam das Zwölffingerdarmgeschwür. Allerdings sollte an das Risiko der Speiseröhrenreizung gedacht werden. Wenn es dann zu Sodbrennen kommt, kann dieses leicht mit säurehemmenden Medikamenten, z. B. Antazida, gelindert werden.


Quelle
  1. Loffeld RJ, van der Hulst RW: Helicobacter pylori and gastro-oesophageal reflux disease: association and clinical implications. To treat or not to treat with anti-H. pylori therapy? Scand J Gastroenterol Suppl. 2002;(236):15-8. (Medline)

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