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Saures Aufstoßen durch Zuckerkrankheit
Diabetes mellitus als Risikofaktor für Refluxbeschwerden


Sodbrennen

Nicht das Übergewicht vieler Diabetiker, sondern die Zuckerkrankheit selbst verursacht Sodbrennen

Patienten, die an Diabetes mellitus Typ II ("Erwachsenen-Diabetes") erkrankt sind, haben ein erhöhtes Risiko, auch unter Reflux zu leiden. Die Schätzungen, wieviele Zuckerkranke auch an Sodbrennen leiden, gehen auseinander. Einer im März erscheinenden Studie [1] zufolge klagt jeder vierte Diabetiker über Refluxsymptome.

Japanische Ärzte befragten 241 zuckerkranke Patienten nach ihren Beschwerden. Die Patienten waren an Diabetes mellitus Typ 2 erkrankt, dem sogenannten "Altersdiabetes". In einem Fragebogen gaben sie über ihre Beschwerden Auskunft. 25 Prozent klagten über Sodbrennen. Das Auftreten von Reflux war abhängig davon, wie gut die Zuckerkrankheit behandelt wurde.

Ein spanisches Wissenschaftlerteam hingegen [2] untersuchte das Auftreten von Sodbrennen bei Diabetes mellitus Typ 1 ("jugendlicher Diabetes"). An dieser Art der Zuckerkrankheit erkranken meist jüngere Menschen, die dann lebenslang und mehrmals täglich Spritzen mit dem blutzucker-regulierenden Hormon Insulin benötigen. Bei solchen Patienten stellten die Wissenschaftler fest, dass 28 Prozent der Patienten unter einem erhöhten Reflux von saurem Mageninhalt in die Speiseröhre litten. Untersucht wurde mit Hilfe einer speziellen Sonde, die einen Tag lang in der Speiseröhre der Patienten die Säure gemessen hat.

Die Forscher vermuten, dass das Sodbrennen mit einigen der bereits bekannten Diabetes-Komplikation zusammenhängt. So leiden die kleinsten Adern und Nervenfasern durch die erhöhten Zuckerwerte im Blut leiden in der Art, dass die Regulation von Körperfunktionen nur noch eingeschränkt funktioniert ("autonome diabetische Neuropathie"). Davon sind auch Speiseröhre und Magen betroffen. Eigentlich verfügt der Körper über Schutzmechanismen, die verhindern, dass Magensäure in größerer Menge in die Speiseröhre gelangen kann. Der Muskel, der den Übergang von Magen und Speiseröhre verschließt, verhindert, dass größere Mengen saurer Mageninhalt in die Speiseröhre zurückfließen können ("unterer Ösophagussphinkter"). Zudem befördert die Speiseröhre Nahrung und aufsteigenden Säure automatisch in Richtung Magen, in dem sie sich wellenartig zusammenzieht. Diese beiden Schutzmechanismen sind bei Diabetikern durch die autonome diabetische Neuropathie häufig eingeschränkt. Das könnte die Erklärung sein, warum Zuckerkranke überdurchschnittlich häufig auch unter Reflux leiden.


Quellen
  1. Nishida T, Tsuji S, Tsujii M, Arimitsu S, Sato T, Haruna Y, Miyamoto T, Kanda T, Kawano S, Hori M: Gastroesophageal reflux disease related to diabetes: Analysis of 241 cases with type 2 diabetes mellitus. J Gastroenterol Hepatol. 2004 Mar;19(3):258-265 (Medline).
  2. Lluch I, Ascaso JF, Mora F, Minguez M, Pena A, Hernandez A, Benages A: Gastroesophageal reflux in diabetes mellitus. Am J Gastroenterol. 1999 Apr;94(4):919-24 (Medline).
  3. Bildquelle: sxc.hu, © geo_c

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