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Zusammenhang von Osteoporose und Sodbrennen

Osteoporose

Wenn der Magen eingedrückt, eingeklemmt, zur Seite geschoben wird, so die Theorie, kommt es häufiger zum Rückfluß von Mageninhalt in die Speiseröhre ("Reflux-Krankheit"), beispielsweise bei Schwangeren oder Übergewichtigen. Japanische Forscher berichten jetzt von einem weiteren Zusammenhang, der die Theorie von der "intraabdominellen Druckbelastung des Magens" zu bestätigen scheint: Die Arbeitsgruppe um den Internisten Dr. med. Toru Yamaguchi aus Takatsuki/Japan konnte zeigen, dass Frauen nach den Wechseljahren mit mehrfachen Wirbelkörperbrüchen häufiger eine chronische, schwer zu behandelnde Reflux-Krankheit haben als Frauen ohne Osteoporose [1].

Osteoporose

Der Hintergrund: Mit den Wechseljahren ("Menopause") beginnend stellt der weibliche Körper die Bildung weiblicher Geschlechtshormone ein. Auch jener aus der Gruppe der Östrogene, die - neben ihren vielfältigen anderen Funktionen - auch den Knochenstoffwechsel und -aufbau stimulieren. Ohne angemessene Ernährung in Kombination mit regelmäßiger körperlicher Aktivität kommt es bei vielen Frauen dann zur sog. postmenopausalen "Osteoporose". Also einem allmählich zunehmenden Verlust mineralischer Knochensubstanz nach den Wechseljahren. Typische Folgen sind gehäuft auftretende Knochenbrüche (oft das erste Anzeichen der Osteoporose überhaupt), besonders auch der Wirbelkörper der Wirbelsäule. Hierdurch verkürzt sich allmählich der Rücken und wird immer runder. Schon vor einigen Jahren konnte die japanische Arbeitsgruppe zeigen, dass postmenopausale Frauen mit starken osteoporotischen Rückenveränderungen häufiger einen Zwerchfellbruch ("Hiatus-Hernie") haben [2]. Also eine unnatürliche, oft durch Belastung bedingte Erweiterung von natürlichen Körperöffnungen (Durchgang der Speiseröhre durch das Zwerchfell) oder erblich angelegten Gewebedefekten (z. B. Leistenbruch). Nach klassischer ärztlicher Auffassung ist eine Hiatus-Hernie ein wichtiger Risikofaktor der Refluxkrankheit (Die Hiatushernie (Zwerchfellbruch)). Und tatsächlich - die neuen Untersuchungen der Gruppe zeigen nun: Je ausgeprägter Häufigkeit und Schwere der Wirbelkörperbrüche bei den postmenopausalen japanischen Frauen waren, um so häufiger litten sie unter den, nur schwer mit Medikamenten zu kontrollierenden Symptomen einer Refluxkrankheit (Sodbrennen, saures Aufstoßen usw.). Lag zudem noch eine Hiatus-Hernie vor, war dieser Zusammenhang noch um einiges deutlicher. Die Forscher resümieren deshalb: Liegt eine postmenopausale Osteoporose mit ausgeprägtem Rundrücken ("Kyphose") vor, dann könnte dies zu einer Erhöhung des Druckes im Bauchraum ("intraabdomineller Druck") führen. Und dies könnte sowohl zur Entstehung einer Hiatus-Hernie als auch der Refluxkrankheit ursächlich beitragen. Medikamente, die das Auftreten neuer Wirbelbrüche aufhalten, könnten bei menopausalen Frauen somit auch der Refluxkrankheit vorbeugen.

Kommentar von Sodbrennen-Welt.de: So elegant die logisch erscheinende Interpretation der beobachteten Zusammenhänge auch ist - kein Weg führt daran vorbei, dass die Assoziationen rein mathematisch-statistischer Natur sind. Ein Beleg für die flüssig vorgetragene Theorie sind die vorgelegten Zahlen nicht. Im Gegenteil: Das Gespenst der "intraabdominellen Druckerhöhung" ist eher eine Konsequenz nicht zu Ende gedachter pathophysiologischer - und unreflektiert tradierter - Überlegungen. So haben zahlreiche Studien mehrfach belegt, dass Sodbrennen und Refluxkrankheit bei Schwangeren nicht Folge dieses Gespenstes sind, sondern Konsequenz des während der Schwangerschaft veränderten Hormonkleides der Frau. Auch der angeblich kausale Zusammenhang von Übergewicht und Refluxkrankheit wird heute mehr denn je kontrovers diskutiert. Viel wahrscheinlicher als die angebliche "intraabdominelle Druckerhöhung" ist eine gemeinsame biochemische Endstrecke, die an beiden Problemen beteiligt ist (z. B. das Magenhormon Ghrelin). Hinweis: Gäbe es tatsächlich eine, für längere Zeit anhaltende intraabdominelle Druckerhöhung (wie z. B. durch die künstliche Gasaufblähung bei endoskopischen Eingriffen im Bauchraum), dann wäre dies für die Betroffenen mittelfristig tödlich. Allein schon deshalb, weil dieser Druck den kompletten Magen-Darmtrakt kollabieren und für Nahrung weitgehend unpassierbar werden ließe.


Quellen
  • Autor: Rainer H. Bubenzer, multi MED vision, Berliner Medizinredaktion.
  • [1] Yamaguchi T, Sugimoto T, Yamauchi M, Matsumori Y, Tsutsumi M, Chihara K: Multiple vertebral fractures are associated with refractory reflux esophagitis in postmenopausal women. J Bone Miner Metab. 2005;23(1):36-40. (Medline).
  • [2] Yamaguchi T, Sugimoto T, Yamada H, Kanzawa M, Yano S, Yamauchi M, Chihara K: The presence and severity of vertebral fractures is associated with the presence of esophageal hiatal hernia in postmenopausal women. Osteoporos Int. 2002;13(4):331-6. (Medline).

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