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Antireflux-OP durch Bauchspiegel: Beste Langzeitergebnisse.

Fundoplicatio

Beim Thema „richtige Behandlung“ der chronischen Refluxkrankheit geht es anders zu als im Sprichwort: Hier versuchen sich nämlich die Krähen, also Magendarm-Spezialisten (Gastro-Enterologen) und Chirurgen, sehr wohl die Augen auszuhacken. Der Streit geht darum, ob die Langzeit-Behandlung mit Arzneimitteln oder die minimal-invasive, laparoskopische Therapie (=Antireflux-OP durch einen Bauchspiegel) besser ist. Und welche Mediziner-Gruppe deshalb mehr Patienten zu betreuen hat. Bislang waren die Gastro-Enterologen im Vorteil, weil es keine Langzeit-Behandlungsergebnisse bezüglich der schonenden Operation gegeben hat. Mit den jetzt von französischen Forschern vorgelegten Daten wird dies nun anders, rund 1.340 Patienten konnten mindestens fünf Jahre lang nachbeobachtet werden [1].

Insgesamt wurden im Zeitraum von Januar 1992 bis Dezember 1998 2.684 Patienten in 31 Krankenhäusern mit ähnlichen Verfahren minimal-invasiv operiert („laparoskopische Fundoplicatio“, siehe „Operation gegen Sodbrennen und Asthma“. Nach mehreren Jahren konnten jedoch nur noch 1.340 hiervon nachuntersucht oder befragt werden. Eine spezifische Fundoplicatio-Komplikation, nämlich Schluckbeschwerden durch übermäßige Einengung des Speiseröhren-Magen-Überganges, war bei 5,1 Prozent der Patienten aufgetreten. Ein weiterer operativer Eingriff war bei 4,4 Prozent aller Patienten nötig, zumeist wegen einer Hiatushernie (ein zu weiter Zwerchfell-Durchgang zwischen Brust- und Bauchraum wurde verengt) oder wegen Schluckbeschwerden (ein zu enger Speiseröhren-Magen-Übergang wurde geweitet). Die Rückfall-Quote betrug 10,1 Prozent (9,1 Prozent aller Operierten nahmen wieder säurehemmende Mittel). Insgesamt 93 Prozent aller Patienten waren mit den Erfolgen des Eingriffs zufrieden. Die französischen Wissenschaftler kommen deshalb zu dem Schluss, dass die laparoskopische, minimal-invasive Fundoplicatio auch nach fünf Jahren noch eine erfreulich hohe Erfolgsquote hat und deshalb eine effektive Antireflux-Therapie ist.

Kostenvergleich
Im Rahmen einer 2001 veröffentlichten Studie der renommierten Mayo-Klinik wurden die direkten Therapiekosten der medikamentösen (PPI = Protonenpumpenhemmer) und der chirurgischen Behandlung verglichen. Für die PPI-Therapie wurden pro Jahr rund 2.150 US-$ angesetzt. Die Durchschnittskosten einer Nissen-Fundoplicatio (Standard-Antireflux-OP) betrugen in der untersuchenden Klinik rund US-$ 7.500. Diese Kosten schwanken natürlich von Klinik zu Klink - etwa zwischen 4.000-15.000 US-$. Selbst wenn man Kosten für OP-Komplikationen und den Bedarf von weiterer Medikation bei etwa 20-40% der Patienten einrechnet, so zeigt die Kosten-Nutzen-Rechnung, dass eine Nissen-Fundoplicatio spätestens ab ca. 7 Jahren kostengünstiger ist als die Langzeit-PPI-Therapie [2].



  • Autor: Rainer H. Bubenzer - multi MED vision, Berliner Medizinredaktion.
  1. Pessaux P, Arnaud JP, Delattre JF, Meyer C, Baulieux J, Mosnier H: Laparoscopic antireflux surgery: five-year results and beyond in 1340 patients. Arch Surg. 2005 Oct;140(10):946-51 (Medline).
  2. Bammer T, Hinder RA, Klaus A, Trastek VF, Achem SR: Rationale for surgical therapy of Barrett esophagus. Mayo Clin Proc. 2001 Mar;76(3):335-42 (Medline).

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