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Zubettgehen kurz nach dem Abendessen: Erhöhte Sodbrennen-Gefahr


Allgemeinmaßnahmen wie Kopfteil des Bettes hochstellen, Körpergewicht verringern oder Zigaretten-Stopp werden gerne empfohlen, wenn die Behandlung von chronischem Sodbrennen nicht so erfolgreich ist, wie von den Patienten gewünscht. Doch die meisten dieser Maßnahmen sind nicht gut in ihrer Wirksamkeit belegt. Eine japanische Arbeitsgruppe von der Osaka City University konnte jetzt in einer wissenschaftlichen Studie erstmals zeigen: Je kürzer die Zeit zwischen Abendessen und Zubettgehen ist, um so häufiger tritt Sodbrennen (gastroösophageale Refluxkrankheit, GERD) auf.

Verglichen wurden 147 Patienten mit gastroösophagealer Refluxkrankheit, die in der Klinik wegen dieser Erkrankung behandelt wurden mit einer gleich großen Gruppe gesunder Menschen aus der gleichen Altersgruppe. Es zeigte sich: Betrug der Zeitraum zwischen Abendessen und Zubettgehen weniger als drei Stunden, war das Risiko von GERD signifikant erhöht. Und zwar im Vergleich zu einem Zeitraum von mehr als vier Stunden um mehr als das siebenfache. Keine Unterschiede zeigten sich hinsichtlich der Qualität der Refluxkrankheit - ohne oder mit bei der Speisereöhren-Spiegelung erkennbaren Schleimhautveränderungen (nicht-/erosive Refluxkrankheit). Bei statistischen Ausschluss anderer Risikofaktoren wurde deutlich: Rauchen erhöht das Risiko einer Refluxkrankheit, während das Körpergewicht oder Trinkgewohnheiten im Rahmen der vorgelegten Studie keinen Einfluss hatte.

Damit werden einige der oft zu hörenden ärztlichen Empfehlungen besser als zuvor belegbar, nämlich

Während andere Einflüsse, wie Übergewicht oder Alkoholkonsum, keinen Einfluss zu haben scheinen. Die ärztlichen Empfehlungen

sind also wissenschaftlich nicht begründbar, wie etliche Studie zuvor auch schon berichtet haben (siehe Sodbrennen - Übergewicht ohne Risiko und Reflux-Beschwerden: Vorsicht vor Zigaretten und zuviel Kochsalz).

Ursachen?  Die Ursache des beobachteten Phänomens scheint auf den ersten Blick einfach erklärbar: Ein voller Magen dehnt - irgendwie - auch den unteren Speiseröhren-Verschlussmuskel. Und fördert so den Rückfluss von saurem Mageninhalt in die Speiseröhre. Gleichzeitig ist - merkwürdigerweise - ein erschlaffter Muskelverschluss am Übergang von Speiseröhre zu Magen im Stehen häufiger als im Liegen. Im Bett sollte einen also seltener rückflussbedingtes Sodbrennen befallen. Kurzum, so die japanischen Forscher: Der genaue Mechanismus der Assoziation von Reflux und kurzer Abendessen-bis-Zubettgehzeit bleibt noch zu klären.



  • Autor: Rainer H. Bubenzer - multi MED vision, Berliner Medizinredaktion.
  • Bildmaterial: Klosterfrau Gesundheitsservice
  • Quelle: Fujiwara Y, Machida A, Watanabe Y, Shiba M, Tominaga K, Watanabe T, Oshitani N, Higuchi K, Arakawa T: Association between dinner-to-bed time and gastro-esophageal reflux disease. Am J Gastroenterol. 2005 Dec;100(12):2633-6 (Medline).

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