Sodbrennen-Welt.de - Alles über Sodbrennen!
Datenschutz | Impressum | Newsletter
Sodbrennen-Welt - Wissen übers Sodbrennen!
        +++         Rätselraten: Unerklärliche Über-Therapie mit Säureblockern.         +++         Schwangeren-Sodbrennen: Behandlung oft problematisch.         +++         Antazida gegen Sodbrennen älterer Flugreisender.

Armut macht Sodbrennen

Sodbrennen und saures Aufstoßen sind äußerst häufige Symptome, wie eine jetzt publizierte Teilanalyse der Umfrage „Vierter nationaler Gesundheitssurvey“ [1] bei 7.124 Bürgern zeigt. Die Häufigkeit von Refluxbeschwerden betrug bei den befragten Erwachsenen (18-79 Jahre) insgesamt 43% [2].

Häufigkeit von Refluxbeschwerden entsprechend dem Alter

„Häufigkeit von Refluxbeschwerden entsprechend dem Alter“


Die an der Berliner Charité durchgeführte Analyse zeigte weiter: 25% der Befragten berichteten von milden, 14% von mittelstarken und 4% von starken Beschwerden. Die Häufigkeit von mittelstarken bis starken Beschwerden betrug 10% in der jüngsten Altersgruppe (18-29 Jahre) und erhöhte sich dann bis auf 25% bei den 60-69 Jahre alten Befragten. Im Alter darüber sank die Häufigkeit wieder leicht auf 22% ab. Am ausgeprägtesten stellte sich in dieser ältesten Altersgruppe jedoch die Abnahme milder Refluxbeschwerden dar.

Insgesamt gab es bei der Häufigkeit von Refluxbeschwerden keine Unterschiede zwischen den Geschlechtern, egal in welcher Altersgruppe. Die Häufigkeit von Refluxbeschwerden nimmt bei Frauen und Männern in den beiden letzten Altersgruppen (60-69 Jahre, 70-79 Jahre) insgesamt ab. Allerdings wurden bei Frauen etwas häufiger starke Beschwerden erfasst als bei Männern, besonders in der Altersgruppe 60-69 Jahre. Weitere statistische Analysen, bei der mehrere mögliche Einflüsse auf das Auftreten von Sodbrennen untersucht werden, zeigten: Männer haben ein etwas erhöhtes Risiko, Refluxbeschwerden zu bekommen, allerdings nur hinsichtlich leichter oder mittelstarker Beschwerden. Schließlich zeigte sich, dass die Häufigkeit von Sodbrennen bzw. die Beschwerdestärke auch mit Lebensumständen zu tun hat: Je niedriger die soziale Schicht der befragten Personen war (gemessen an Bildungsstand, Einkommen und Beschäftigungsart), um so stärker waren die erfassten Beschwerden (übrigens unabhängig davon, ob die Befragten rauchten und/oder Übergewicht hatten).

Kommentar Sodbrennen-Welt.de
Zyniker vermuten diesen statistischen Zusammenhang: „Bei Sodbrennen-Häufigkeitsanalysen ist die Anzahl der Betroffenen in Prozent um so höher, je geringer der geographische Abstand der jeweiligen Forschungsgruppe zu einem großen, allbekannten schwedischen Hersteller von Säureblockern ist (in Spanien liegt die Rate bei nur 15%)“. Wie dem auch sei: Sodbrennen, so bestätigt dieser Gesundheitssurvey, ist bei uns sehr häufig. Das ist genauso bekannt, wie die Feststellung, dass Sodbrennen im Alter nachzulassen scheint (siehe auch: Sodbrennen im Alter - Weniger Beschwerden, mehr Speiseröhren-Schäden). Erschreckend ist jedoch das Analyse-Ergebnis, dass Gebildete, Reiche oder gut Beschäftigte seltener solche zumeist chronischen, von der Speiseröhre ausgehenden Säure-Schmerzen haben. Verbirgt sich dahinter vielleicht die Möglichkeit, dass chronische Existenzangst nachhaltig krank macht? Oder gar die von Kritikern schon seit Jahren vermutete Mehrklassen-Medizin, die gerade bei unteren soziale Schichten Chronifizierung von Erkrankungen fördert? Vielleicht sollten Ärzte häufiger mal „Mindestlohn“ oder „fester Arbeitsplatz“ aufs Rezept schreiben...? Übrigens, liebe Berliner Arbeitsgruppe: Natürlich interessiert es die pharmazeutische Industrie, wenn es viele Sodbrennen-Kranke gibt, wie Sie ganz richtig schreiben.

  • Autor: Rainer H. Bubenzer (Sodbrennen-Welt.de), Mai 2006.
  1. Bundes-Gesundheitssurvey 1998 (German National Health Interview and Examination Survey = GNHIES). Im Oktober 1997 begann der erste gesamtdeutsche Gesundheitssurvey, eine repräsentative Untersuchung zum Gesundheitszustand der Bevölkerung in Deutschland. Im Rahmen dieses Projekts, das vom Robert Koch-Institut im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit durchgeführt wurde, wurden 7.124 Personen im Alter von 18 bis 79 Jahren zu gesundheitsrelevanten Themen befragt und einer medizinischen Untersuchung unterzogen werden. Die Datenerhebungen einschließlich der Nachfassaktionen waren im März 1999 abgeschlossen. Weitere externe Informationen.
  2. Nocon M, Keil T, Willich SN: Prevalence and sociodemographics of reflux symptoms in Germany - results from a national survey. Aliment Pharmacol Ther. 2006 Jun 1;23(11):1601-5 (Medline).

© multiMEDvision GbR, Berlin, 1992-2018. Texte und Abbildungen unterliegen deutschem und internationalem Urheberschutzrecht: Insbesondere der Nachdruck oder die Übernahme in digitale Medien ist nur nach Genehmigung möglich.
Sofort-Kauf

Pantoprazol-ADGC 20 mg bei Sodbrennen, magensaftresistente Tabletten, 14 St (PZN: 08998392)

Sofortkauf bei unseren Partner-Apotheken

  • Sanicare: 4,20 € (+ 4,95 € Versandk. oder weniger)
  • Medpex: 4,15 € (+ 3,95 € Versandk. oder weniger)
  • ApoNeo: 4,15 € (+ 3,95 € Versandk. oder weniger)
  • Apo-rot: 4,28 € (+ 3,50 € Versandk. oder weniger)
  • besamex: 4,07 € (+ 3,50 € Versandk. oder weniger)
  • DocMorris: 4,27 € (+ 2,95 € Versandk. oder weniger)
  • Volksversand-Apo: 4,25 € (+ 2,95 € Versandk. oder weniger)
  • iPill: 2,96 € (+ 3,95 € Versandk. oder weniger)
  • Pharmeo: 2,59 € (+ 4,30 € Versandk. oder weniger)
  • Europon: 2,69 € (+ 3,95 € Versandk. oder weniger)
  • Bodfeld-Apotheke: 3,98 € (+ 2,50 € Versandk. oder weniger)
  • Zur Rose: 0,00 € (+ 3,95 € Versandk. oder weniger)

(sortiert nach Summe aus Produktpreis + Versandkosten)