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Je mehr Kilos, um so mehr Refluxbeschwerden (bei Frauen)!?

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Je höher der Body-Mass-Index (BMI, siehe Kasten) von Frauen ist, desto häufiger haben sie Reflux-Beschwerden, so zeigen jetzt veröffentlichte Nach-Analysen der großen US-amerikanischen Nurses'-Health-Studie*. Dieser Zusammenhang von steigendem BMI und der Häufigkeit von Beschwerden wie Sodbrennen oder saurem Aufstoßen zeigt sich bereits bei Normalgewichtigen, aber noch deutlicher bei Übergewichtigen. Die Forscher der Universität in Boston/USA konnten zudem zeigen: Abnehmen verringert wirksam die nervenden Reflux-Beschwerden [1].

Im Rahmen der Analyse erhielten 10.545 Frauen aus der Nurses'-Health-Studie einen Fragebogen zu Häufigkeit, Schweregrad und Dauer von gastroösophagealen Reflux-Symptomen wie Sodbrennen, saures Aufstoßen, Schmerzen hinter dem Brustbein und anderes. Bei der Auswertung zeigte sich: 2.310 Frauen litten häufig unter Reflux-Symptomen (mindestens einmal in der Woche). Anhand des BMI wurden die Frauen in sieben Gruppen eingeteilt.

Body-Mass-Index (Abkürzung BMI), ein Maß zur Beurteilung des Körpergewichts. Der Normbereich liegt zwischen 20 und 25. Niedrigere Werte bedeuten Untergewicht, höhere Übergewicht. Berechnet wird der Body-Mass-Index nach der Formel: Body-Mass-Index = Körpergewicht in Kilogramm geteilt durch die Körperlänge in Meter im Quadrat.

Im Vergleich zu Frauen mit einem BMI zwischen 20 und 22,4 (Referenzgruppe) lag bei Frauen mit einem BMI kleiner 20 die Rate der von Reflux Betroffenen um 33 Prozent niedriger. Mit steigendem BMI stieg auch die Rate von Frauen mit häufigen Reflux-Symptomen im Vergleich zur Referenzgruppe:

In der Studie wurden zudem Daten von Frauen analysiert, die in einem Zeitraum von 14 Jahren stark zu- oder abgenommen hatten. Bei Frauen, deren BMI in dieser Zeit um 3,5 Punkte anstieg, war im Vergleich zu Frauen mit gleichbleibendem BMI die Rate von Betroffenen mit Refluxbeschwerden mehr als doppelt so hoch. Anders in der Gruppe der Frauen, die ihren BMI um 3,5 Punkte reduziert hatten. Bei diesen Frauen war die Rate von Betroffenen mit Reflux-Beschwerden im Vergleich zu Frauen, die nicht abgenommen hatten, um 40 Prozent geringer.

Kommentar Sodbrennen-Welt.de
Das Bauchpinseln der amerikanischen Forscher ob der eigenen „Leistung“, den „Zusammenhang zwischen BMI und Refluxbeschwerden bei Frauen als erste“ gezeigt zu haben, ist nicht ganz gerechtfertigt. Schon lange ist nämlich bekannt, dass übergewichtige Frauen eher Sodbrennen haben als normalgewichtige. Bekannt ist auch, dass das Sodbrennen um so heftiger ausfallen kann, je höher das Körpergewicht ist. Das Gewicht der befragten Personen in sieben BMI-Gruppen einzuteilen, ist letztlich nur einfaches Dreisatzrechnen.

Dass die vorgelegte Publikation (warum eigentlich erst 6 Jahre nach der Datenerhebung veröffentlicht?) Element des „heroischen“ Propaganda-Kampfes der US-Ärzte gegen Übergewicht ist, erscheint aus europäischer Sicht ziemlich offensichtlich: Während die Studie keine neuen Einsichten bringt, festigt sie das Vorurteil, dass eben Übergewicht an Refluxbeschwerden schuld sei. Gemäß der simplifizierenden, biomechanistischen Theorie vieler Wissenschaftler, gemäß derer eine angebliche Drucksteigerung im Bauchraum Mageninhalt in die Speiseröhre zurückpresst ... Tatsächlich sind die Umstände der Entstehung von Sodbrennen bei Frauen mit erhöhtem Körpergewicht (übrigens auch in der Schwangerschaft!) viel komplexer. Forschende Wissenschaftler zeigten schon vor Jahren, dass das Hormonsystem der Frau wesentlich bei der Sodbrennen-Entstehung beteiligt ist. Nicht zuletzt, weil der statistisch starke Zusammenhang von Übergewicht und Refluxbeschwerden bei Männer nicht besteht [2].




Literatur:
  1. Jacobson BC, Somers SC, Fuchs CS, Kelly CP, Camargo CA Jr: Body-mass index and symptoms of gastroesophageal reflux in women. N Engl J Med. 2006 Jun 1;354(22):2340-8 (Medline).
  2. Nilsson M, Lundegardh G, Carling L, Ye W, Lagergren J: Body mass and reflux oesophagitis: an oestrogen-dependent association? Scand J Gastroenterol. 2002 Jun;37(6):626-30 (Medline).

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