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Wie bei den Römern: Trinkkur gegen Magenbeschwerden?

Schon die Etrusker und später dann die Römer wussten von den Heilkräften der italienischen Thermalquellen. Monatelang in den Kurorten zu verbringen war schon vor Jahrtausenden eine Möglichkeit, seinen Reichtum zu zeigen und gleichzeitig besser mit den Folgen der Zivilisationskrankheiten fertig zu werden. Dass dies auch heute noch funktioniert - zumindest bei funktionellen Störungen im Verdauungstrakt - hat jetzt eine Arbeitsgruppe der Universität Pisa belegt. Ein zwölftägiger Aufenthalt einschließlich Mineralwasser-Trinkkur in dem Kurort Chianciano, im Südosten nahe dem berühmten Weinort Montepulciano gelegen, bessert statistisch signifikant die Beschwerden von funktionellen Magendarm-Störungen („Dyspepsie“) [1].

Eingeschlossen wurden Patienten, die schon seit mindestens 12 Wochen im zurückliegenden Jahr typische Dyspepsie-Beschwerden gehabt hatten. Also neben Sodbrennen und anderen Schmerzen im Bereich des Oberbauch unbestimmte Beschwerden wie unverhältnismäßig starkes Völlegefühl nach dem Essen, frühes Sättigungsgefühl, Blähungsgefühl, Aufstoßen, Übelkeit oder Erbrechen. Patienten, bei denen andere Magen-Darm-Erkrankungen im Vordergrund standen, zum Beispiel eine nachgewiesene, entzündliche Refluxkrankheit, schwere Entzündungen, Veränderungen im oberen Verdauungstrakt, Gallenerkrankungen oder Reizdarm wurden nicht in die Untersuchung eingeschlossen. Auch Patienten, die Medikamente mit erheblichem Einfluss auf die Magenfunktion verwendeten, starke Raucher, schwere Trinker sowie Patienten, die mehr als 2-3 Tassen Kaffee pro Tag tranken, wurden ausgeschlossen.

Die Einweisung zur Kur umfasste als zentrale therapeutische Maßnahme eine zwölftägige Trinkkur mit Chianciano-Thermalwasser in dem toskanischen Kurort gleichen Namens. Von dem Heilwasser sollten täglich 200-400 Milliliter jeden Morgen noch vor dem Frühstück getrunken werden. Die Thermalquelle hat eine Temperatur von etwa 33 Grad Celsius und war auch in dieser Form zu trinken (also weder gekühlt oder aus verpackten Flaschen). Das Mineralwasser ist bikarbonat-, sulfat- und kalziumreich.

Die Trinkkur führte zu einer statistisch signifikanten Verringerung der Gesamt-Beschwerdebelastung bei rund 80% der Patienten, wobei sich die Dyspepsie-Beschwerden soweit verringerten, dass sie nach Angabe der Patienten nicht mehr das Alltagsleben störten. Die Mineralwasser-Anwendung war jedoch nicht in der Lage, die Beschwerden vollständig zum Verschwinden zu bringen. Eine nur geringe Wirksamkeit zeigte die Kur bei ausgesprochenem Sodbrennen sowie Blähbauch-Beschwerden.

Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass eine zwölftägige Trinkkur in Chianciano viele funktionelle Oberbauch-Beschwerden erheblich verbessert. Die Frage, ob dabei eher das Thermalwasser oder der Kuraufenthalt für die Wirkungen wesentlich war, konnte jedoch nicht entschieden werden.

Kommentar Sodbrennen-Welt.de nbsp;Ein Kuraufenthalt in einem so schönen Kurort muss einem ja gut tun, denken sicher viele. So einfach ist es jedoch nicht: In Flaschen abgefülltes Thermalwasser vor Ort eingenommen, hat weniger therapeutische Wirkungen als das frisch aus der Quelle genossene, wissen Kurärzte. Offenbar geht es um mehr, als nur die chemische Zusammensetzung. Dass das genannte Kurprogramm nur wenig Auswirkungen auf Sodbrennen-Beschwerden hat, kann damit erklärt werden, dass Sodbrennen oft keine reine Funktionsstörung des Organs Speiseröhre ist. Deshalb helfen weder Kuren noch wohlschmeckende Heilpflanzen-Präparate aus der Apotheke (Verkaufsmotto: „Pflanzliche Hilfe bei stressbedingten Magenproblemen“) besonders viel, wie Sodbrennen-Patienten tagtäglich schmerzhaft erleben. Im akuten Fall helfen eben nur wirksame Antazida weiter (zum Beispiel Maaloxan®). Und im chronischen Fall - nach angemessener ärztlicher Diagnose! - die Behandlung mit weiteren Arzneimitteln. Hinweis: Nicht nur Kuren gab es schon zu Zeiten der Griechen und Römer, sondern auch Antazida (weiterlesen).



Autor
Quellen
  1. Rocca G, Dioni F, Rocca N, Oliveri F, Brunetto MR, Bonino F: Thermal Care of Functional Dyspepsia Based on Bicarbonate-Sulphate-Calcium Water: A Sequential Clinical Trial. Evid Based Complement Alternat Med. 2007 Sep;4(3):381-391 (Abstract, Volltext).

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