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Sodbrennen-Therapie: „Wirksame Antazida erste Wahl“

Sodbrennen-Forschung in Russland

Sodbrennen geht bei den meisten Betroffenen nicht mit erkennbaren krankhaften Veränderungen an der Speiseröhren-Schleimhaut einher, zum Beispiel nicht mit Entzündungen oder Narben (engl. Non-Erosive Reflux Disease, NERD). Der Anteil dieser NERD-Sodbrennen-Patienten wird auf bis zu 70% geschätzt [1]. Wichtig für die Betroffenen ist auch: Der Langzeit-Verlauf bleibt bei den meisten Patienten stabil, führt also meist nicht zu chronischer Speiseröhren-Entzündung („Ösophagitis“) oder anderen krankhaften Veränderungen der Schleimhaut („Barrett-Ösophagus“) [2]. Dies bestätigt auch der russische Gastroenterologe Oleg N. Minushkin, Medizinisches Zentrum für Lehre und Forschung am Verwaltungsamt des Präsidenten der Russischen Föderation, Moskau: Seine aktuelle Studie zeigt, dass wirksame Antazida wie Maaloxan ® gerade bei Menschen mit Sodbrennen-Beschwerden ohne Speiseröhren-Entzündung zur optimalen medikamentösen Behandlung gehören - sowohl bei akuten Symptomen als auch bei medikamentöser Prophylaxe (Erhaltungstherapie) über längere Zeit [3].

Untersucht wurden 40 jüngere Sodbrennen-Patienten (20-44 Jahre) beiderlei Geschlechtes ohne irgendwelche Entzündungszeichen bei der Speiseröhren-Magen-Spiegelung („Endoskopie“). Das aktuell vorhandene Sodbrennen von mittlerer bis erheblicher Stärke war im zurückliegenden Jahr schon mindestens zweimal aufgetaucht, aber noch nicht mit irgendwelchen Medikamenten vorbehandelt worden. Die Akuttherapie bestand aus der 4x-täglichen Einnahme von jeweils 1 Tablette oder 1 Beutel Maaloxan (Säurebindungskapazität jeweils 25 mVal) über 28 Tage. Zur anschließenden zweimonatigen Erhaltungstherapie wurde die tägliche Dosis halbiert.

Bereits am vierten Behandlungstag hatte sich die Beschwerdestärke signifikant verringert, am siebten Tag hatten vier von fünf Patienten kein Sodbrennen mehr, die übrigen zeigten eine deutliche Verbesserung. Die per Fragebogen erfasste Lebensqualität der Patienten hatte sich ebenfalls anhaltend und statistisch signifikant verbessert. Die signifikante Verbesserung von Sodbrennen-Stärke und Lebensqualität zeigte sich nicht nur nach dem Ende der Akut-Behandlungsphase (nach 28 Tagen), sondern auch nach Ende der Erhaltungstherapie (nach 2 Monaten). Kein Studienteilnehmer beendete die Studie vorzeitig, Nebenwirkungen wurden nicht berichtet.

Die Frage nach der Ursache des Sodbrennens versuchten Minushkin und sein Team mit Hilfe eines in Ungarn entwickelten (Staatliches Institut für Rheuma und Bäderwesen, Budapest), in Westeuropa aber weitgehend unbekannten Bewertungs-Index zu beantworten. Der sogenannte „Kérdö-Index“ soll die vegetative Grundfunktion (Gesamtheit der unbewussten Lebensfunktionen) widerspiegeln und Störungen des „vegetativen Tonus“ aufzeigen [4]. Der Kérdö-Index zeigte, dass rund 85% der Patienten „vegetativ instabil“ waren, was als wesentliche Ursache der vermuteten Speiseröhren-Schließmuskel-Störung und der hierdurch bedingten verlängerten Entfernung von Magensaft aus der Speiseröhre interpretiert wird. Übersetzt in westliche Terminologie hatten also die meisten von Sodbrennen betroffenen Studienteilnehmer eine neuro-muskuläre Funktionsstörung des unteren Ösophagus-Schließmuskels mit konsekutiver Störung der Ösophagus-Clearance.

Unter der Annahme, dass die meisten Patienten mit Sodbrennen und unauffälliger Speiseröhren-Schleimhaut eine funktionelle Störung und eben keine erhöhten, sondern ganz normale Salzsäure-Anteile in ihrem Magensaft haben, so Minushkin, seien die aktuellen Therapie-Empfehlungen zur Hemmung von Säuresekretion (mit Protonen-Pumpen-Inhibitoren, PPI) oder Säurebildung (H2-Blockern) in Hinsicht auf die Krankheits-Entstehung kaum zu rechtfertigen. Aus seiner Sicht sei es vielmehr folgerichtig, säureneutralisierende Antazida einzusetzen, die - wie Aluminium-Magnesium-Hydroxid in Maaloxan - kombinierte Zusatzwirkungen haben (zum Beispiel Neutralisierung von Magen-Salzsäure, Pepsin, Gallensäure und Lysolezithin, Schleimhautschutz oder Schleimhaut-Heilungsbeschleunigung). Schließlich seien solche bei Akut- und Erhaltungstherapie jüngerer, zuvor unbehandelter Sodbrennen eingesetzte Antazida mindestens genauso wirksam wie PPIs oder H2-Blocker, und hätten deutlich weniger Nebenwirkungen.



Autor
Quellen
  1. Savarino V, Savarino E, Parodi A, Dulbecco P: Functional heartburn and non-erosive reflux disease. Dig Dis. 2007;25(3):172-4 (Medline).
  2. Fass R: Non-Erosive Reflux Disease (NERD) and Erosive Esophagitis - a Spectrum of Disease or Special Entities? Z Gastroenterol. 2007 Nov;45(11):1156-63 (Medline).
  3. Maslovsky L, Loshchinina Yu, Minushkin O: Non-erosive Form of Gastroesophageal Reflux Disease (Modern Approach to Treatment). ΒΡΑΓ (Sonderausgabe), Moskau, Oktober 2007: 17-19.
  4. Kérdö I: Ein aus Daten der Blutzirkulation kalkulierter Index zur Beurteilung der vegetativen Tonuslage. Acta Neuroveg (Wien). 1966;29(2):250-68 (Medline, Formel).

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