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Sodbrennen: Kein Zusammenhang mit Kehlkopf- oder Rachenkrebs

Die chronische Refluxkrankheit mit ihren Beschwerden wie Sodbrennen, saurem Aufstoßen oder Schmerzen hinter dem Brustbein sowie - bei einigen Betroffenen - mit entzündlichen Veränderungen der Speiseröhre-Schleimhaut führt nicht zu Krebs von Kehlkopf und Rachen. Dies zeigt eine schwedische Studie mit rund 67.000 Reflux-Patienten [1]. Die von manchen Ärzten und Unternehmen bei Sodbrennen-Patienten geschürte Krebsangst verliert damit weiter an Begründung.

Die schwedische Forscher untersuchten im Rahmen einer bevölkerungsbasierten Langzeitstudie im Zeitraum von 1965 bis 1997 66.965 Krankenhaus-Patienten mit der Entlassungs-Diagnose Sodbrennen, Hiatus-Hernie (→ Die Hiatushernie/der Zwerchfellbruch) oder Entzündung der Speiseröhren-Schleimhaut („Ösophagitis“). Die Identifikation einer bösartigen Krebserkrankung von Kehlkopf und Rachen erfolgte mit Daten des allgemeinen schwedischen Krebsregisters. Im Untersuchungszeitraum traten 61 Krebsfälle auf (Kehlkopf - 30, Rachen - 31). Die Analyse der Gesamtgruppe der Patienten mit Sodbrennen ergab ein leicht erhöhtes Krebsrisiko (Kehlkopf - 1,6fach erhöht, Rachen - 1,9fach erhöht). Nach Ausschluss der als Alkoholiker bekannten Patienten aus dieser Gesamtgruppe war die Risiko-Erhöhung statistisch nicht mehr signifikant erhöht (Kehlkopf - 1,3fach erhöht) oder genauso hoch (Rachen) wie der Normalbevölkerung ohne Refluxkrankheit. Viel wichtiger für die Erfassung eines möglichen Zusammenhanges war jedoch das Ergebnis, dass Ausmaß oder sicherer Nachweis einer Refluxerkrankung (subjektive Beschwerden → Hiatushernie → endoskopisch nachgewiesene Ösophagitis) in keinem Zusammenhang mit dem Auftreten der beiden Krebsarten stand. Die Forscher kommen deshalb zu dem Schluss, dass diese Analyse keinerlei Hinweis darauf gibt, dass die chronische gastroösophageale Refluxkrankheit die Gefahr von bösartigen Krebserkrankungen von Rachen oder Kehlkopf erhöht.

Kommentar Sodbrennen-Welt.de
Sodbrennen ist die häufigste Gesundheitsstörung überhaupt. Bei einer Vielzahl von Patienten reicht der Rückfluss sauren Mageninhaltes sogar bis zum Kehlkopf, Rachen und weiter (→ Reflux: Nicht nur schlecht für die Speiseröhre, sondern auch für die Atemwege) - was die Gefahr eines speziellen Speiseröhrenkrebs erhöhen soll (→ Panikmache oder sinnvolle Prävention - Wie gefährlich ist Sodbrennen wirklich?). Würde saurer Magensaft Krebs auslösen können, müsste besonders bei starkem Reflux auch eine Erhöhung der Krebsrate von Kehlkopf und Rachen feststellbar sein. Dies ist jedoch nur bei Alkoholikern so. Und hier liegt die erhöhte Krebsgefahr aller Wahrscheinlichkeit nach an der giftigen Wirkung des Alkohols („Alkohol-Toxizität“). In der vorgestellten Studie wurden Raucher nicht erfasst. Rauchen führt jedoch häufig zu Kehlkopf- und Rachenkrebs. Würden Raucher aus der Datenanalyse ausgeschlossen, dürfte sich die Wahrscheinlichkeit, dass Sodbrennen eine Rolle spielt, noch weiter verringern. Die Angstmacher unter Gastroenterologen oder Pharma-Herstellern müssen sich jetzt überlegen, mit welchen Argumenten sie nun Krebsängste bei Sodbrennen-Patienten schüren.



Autor
Quellen
  1. Nilsson M, Chow WH, Lindblad M, Ye W: No association between gastroesophageal reflux and cancers of the larynx and pharynx. Cancer Epidemiol Biomarkers Prev. 2005 May;14(5):1194-7 (Medline).

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