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Eines von zehn Kindern mit Sodbrennen hat auch eine Speiseröhren-Entzündung

Eines von zehn Kindern mit Sodbrennen hat auch eine Speiseröhren-Entzündung

Zwei bis sieben Prozent aller Kinder leiden unter Beschwerden einer gastroösophagealen Refluxkrankheit (→ Was ist eine Refluxkrankheit, → Sodbrennen und Reflux-Schmerzen bei Säuglingen). Die Refluxerscheinungen können auf Beschwerden wie Sodbrennen oder saures Aufstoßen beschränkt sein, oder weiterreichende Folgen haben. Beispielsweise entzündungsbedingte Veränderungen und Schäden der Speiseröhren-Schleimhaut („erosive Ösophagitis“), Einengungen der Speiseröhre („Ösophagus-Strikturen“) oder anhaltende Veränderungen des Aufbaus der Speiseröhren-Schleimhaut („Barrett-Ösophagus“ → Was ist ein "Barrett-Ösophagus"?). Die Häufigkeit solcher diagnostisch erfassbarer Komplikationen der Refluxkrankheit war bislang unbekannt. US-Forscher haben jetzt erstmals untersucht, wie häufig sich bei einer Spiegelung der Speiseröhre („Ösophagus-Endoskopie“) Anzeichen der erosiven Ösophagitis nachweisen lassen [1].

In die groß angelegte Studie wurden Kinder im Alter zwischen 0 und 17 Jahren eingeschlossen, deren endoskopische Untersuchungen im Zeitraum 1999 bis 2002 im Rahmen der sog. Pediatric Endoscopic Database System-Clinical Outcomes Research Initiative erfasst worden waren. Die Daten aller Kinder, bei denen Informationen fehlten oder bei denen sich keine Angabe zu dem Grund der durchgeführten Spiegelungs-Untersuchung fanden, wurden ausgeschlossen. Insgesamt 7.188 Kinder mit durchgeführter Endoskopie von Speiseröhre und Magen erfüllten alle Ein- und Ausschluss-Kriterien. Von diesen zeigten 888 (12,4%) eine erosive Ösophagitis, also eine Schleimhaut-Entzündung der Speiseröhre mit nachweisbaren Veränderungen der Schleimhaut. Das mediane Alter der Kinder mit erosiver Ösophagitis betrug 12,7 Jahre (± 4,9 Jahre) gegenüber 10,0 Jahren (± 5,1 Jahre) bei jenen Kindern, die keine erosive Ösophagitis hatten. Kinder mit erosiver Ösophagitis waren häufiger männlichen Geschlechts (55,2%) als in der Gruppe ohne diese endoskopisch belegten Speiseröhren-Veränderungen (48,2%). Die Häufigkeit von Schleimhaut-Entzündungen in der Speiseröhre nimmt mit dem Lebensalter zu (0-1 Jahre alt: 5,5% - 17 Jahre alt: 19,6%). Zwerchfellbruch kam bei Kindern mit sichtbaren Schäden der Speiseröhren-Schleimhaut rund dreimal so oft vor wie bei Kindern ohne dieser Veränderungen (7,7% vs. 2,5%). Bei anderen Komplikationen der chronischen Refluxkrankheit wie Barrett-Ösophagus, Speiseröhren-Einengungen, Geschwürbildung und anderes zeigten sich keine Unterschiede der kindlichen Patienten mit oder ohne erkennbare Schleimhautschäden oder -entzündungen. Anders als bei Erwachsenen konnten auch keine statistisch signifikanten Unterschiede hinsichtlich der ethnischen Herkunft gefunden werden.

Kommentar Sodbrennen-Welt.de
Zwar sind etliche der beobachteten Häufigkeiten statistisch signifikant. Praktisch bedeutsam ist jedoch vor allem: Eine große Zahl aller Kinder mit „subjektiven“ Reflux-Beschwerden entwickelt zunehmend auch entzündliche Schäden der Speiseröhren-Schleimhaut. Dies ist einerseits wichtig hinsichtlich der Häufigkeit von Reflux-Beschwerden im Erwachsenenalter (→ Sodbrennen im Kindesalter: Risikofaktor für Erwachsenen-Sodbrennen?). Zum anderen sind so deutliche und so frühe Veränderungen eine deutliche Botschaft an manche Pädiater, kindliches Sodbrennen nicht auf eine zu leichte Schulter zu nehmen („therapeutischer Nihilismus“).



Autor
Quellen
  1. Gilger MA, El-Serag HB, Gold BD, Dietrich CL, Tsou V, McDuffie A, Shub MD: Prevalence of endoscopic findings of erosive esophagitis in children: a population-based study. J Pediatr Gastroenterol Nutr. 2008 Aug;47(2):141-6 (Medline).

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