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Magensäure: Ursache chronisch vergrößerter Mandeln?

Magensäure: Ursache chronisch vergrößerter Mandeln?

Seitdem klar ist, dass der Rückfluß von Mageninhalt bis in den Rachen („Reflux“), ja sogar bis in die Lunge hinein möglich ist (Antisäure-Behandlung: Bei vielen Kindern mit Asthma hochwirksam), fragen sich Kinderärzte: Ist die so häufige Dauervergrößerung der Mandeln („Tonsillen­hyperplasie“, „Rachenpolyp“) vielleicht durch Magensäure bedingt? Australische Forscher sind jetzt dieser Frage nachgegangen und haben festgestellt: Bis in den Rachen zurückfließender Mageninhalt ist vermutlich nicht für vergrößerte Mandeln verantwortlich - obwohl Kinder durchaus häufig unter Reflux und Sodbrennen leiden [1].

Bei der gutartigen „Tonsillenhyperplasie“ wuchert das lymphatische Abwehrgewebe im hinteren Rachenraum, wodurch sich die Rachenmandeln vergrößern. Eine solche Rachenmandel-Hyperplasie tritt vor allem bei Säuglingen und Kleinkindern auf und führt zu einer Behinderung der Nasenatmung. Die Kinder neigen dann zu übermäßiger Mundatmung, schlechtem Mundgeruch, Infektionen der Atemwege, chronischem Schnupfen, Nasennebenhöhlen- oder Mittelohrentzündungen, Schwerhörigkeit oder Schlafstörungen. Die Behandlung besteht oft aus der operativen (Teil-)Entfernung der Mandeln („Tonsillektomie“). Nicht zuletzt, weil die eigentlichen Ursachen unklar sind. Häufig wird eine Überreaktion des Abwehrsystems angenommen (die „Mandeln“ sind Teil der körpereigenen Abwehrorgane).

Im Rahmen der Untersuchung wurde Rachenmandelgewebe von Kindern im Alter zwischen 2 und 10 Jahren untersucht. Entweder nach einer Mandelentfernung bei Kindern mit chronisch vergrößerten Rachenmandeln oder nach der Gewebeentnahme bei gesunden Kindern im Rahmen eines zahnmedizinischen Eingriffs. Es wurde geprüft, ob typische Veränderungen von säuregeschädigtem Gewebe - wie zum Beispiel in der Speiseröhre - nachweisbar sind und wie sich die Gewebeproben der Kinder mit oder ohne Rachenpolypen unterscheiden. Keine der gefundenen Gewebeigenschaften, so fassen die Forscher zusammen, deutet auf eine chronische Säurebelastung des Mandelgewebes als mögliche Ursache oder auslösender Faktor der chronischen Mandelvergrößerung hin.

Kommentar Sodbrennen-Welt.de
Die Aussagekraft der Studie ist begrenzt. Zum einen, weil sie nicht randomisiert mit ausreichend großen Patientenzahlen durchgeführt wurde. Zum anderen, weil alleinige Gewebeuntersuchungen - ohne eine Messung der Säurebelastung (pH-Metrie) der Kinder - kaum schlüssige Aussagen zulassen. Zudem unterscheiden sich die Gewebe von Speiseröhre und Rachen erheblich - Gewebevergleiche sind deshalb fragwürdig. Andere Untersucher kommen zu dem Schluß, daß wenigstens bei chronisch-rezidivierender Tonsillenhyperplasie genauer auf eine mögliche Refluxkrankheit der Kinder zu achten ist (Chronisch-wiederkehrende Nasen-Polypen durch Reflux?).



Autor
Quellen
  1. Harris PK, Hussey DJ, Watson DI, Mayne GC, Bradshaw A, Joniau S, Tan LW, Wormald PJ, Carney AS: Reflux changes in adenoidal hyperplasia: a controlled prospective study to investigate its aetiology. Clin Otolaryngol. 2009 Apr;34(2):120-6 (Kurzfassung).

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