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Sachgerechte Apotheken-Beratung: Weniger Sodbrennen-Attacken

Apotheke

Werden Refluxbeschwerden wie saures Aufstoßen und/oder (brennende) Schmerzen hinter dem Brustbein - Sodbrennen - zu stark, gehen die meisten Betroffenen zunächst zur Apotheke. Das dort erfolgende Beratungsgespräch ist zunächst wichtig, damit jene (wenigen) Sodbrennen-Patienten mit ärztlich dringend zu behandelnden Erkrankungen erkannt und rasch zum Arzt geschickt werden (→ Apotheker Online-Seminar „Magenerkrankungen - Differentialdiagnostik im Beratungsgespräch“). Doch eine Beratung durch Apothekerinnen und Apotheker ist auch dann von hoher Bedeutung, wenn Patienten mit einer Refluxkrankheit ihre ärztlich verordneten Präparate in der Apotheke abholen. Eine US-Untersuchung zeigt jetzt: Informieren Apotheker ihre Kunden über die Bedeutung von Lebensstil-Änderungen bei der chronischen Refluxkrankheit, sinkt unter anderem die Anzahl zu messender Sodbrennen-Attacken pro Monat [1].

Bei der Hälfte einer Gruppe von 30 Refluxpatienten unter Behandlung mit einem stark wirksamen Säureblocker wurde eine etwa zehnminütige Patientenschulung zu Lebensstil-Änderungen bei Sodbrennen durchgeführt (→ z. B. „Abnehmen gegen Sodbrennen“ oder „Reflux-Beschwerden: Vorsicht vor Zigaretten und zuviel Kochsalz“). Rund 8-12 Wochen vor, sowie 8-12 Wochen nach dieser Schulung wurde das Wissen der Patienten zu Sodbrennen und möglichen Lebensstil-Änderungen mit einem 23 Fragen umfassenden Fragebogen abgefragt. Zudem wurde erfasst, wie die Patienten ihr verordnetes Medikament einnahmen und mögliche Änderung ihres Lebensstils umsetzten. Dazu gehörten Aspekte wie Informationsstand, Zigarettenkonsum, Bedeutung von sodbrennenauslösenden Nahrungsmitteln, die Häufigkeit von Sodbrennen-Episoden sowie die Regelmäßigkeit der Medikamenteneinnahme.

Alle Befragten der Schulungsgruppe gaben an, noch nie zuvor von ihrem Apotheker zum Thema chronischen Refluxkrankheit geschult worden zu sein. Die ungeschulten Patienten gaben eine durchschnittlich Zunahme der monatlichen Reflux-Attacken, während die geschulten Patienten eine deutliche Verringerung der Häufigkeit ihrer monatlichen Sodbrennen-Belastung angaben.

Kommentar Sodbrennen-Welt.de
Mit Goethe könnte man sagen: „Warum in die Ferne schweifen? Sieh, das Gute liegt doch so nah!“ Klar, die vorgestellte kleine Studie macht deutlich, was wir - eigentlich - immer schon wussten: Dass nämlich verantwortungsbewusste Apotheker (Deutschland, Österreich) und qualifizierte Drogisten (Schweiz) wesentlich für eine angemessene Gesundheitsversorgung sind. Auch und vor allem im Bereich der Selbstmedikation. Tränentreibend ist jedoch: Dass Patienten vom Arzt kommen, ohne notwendige Informationen zum sinnvollen Umgang mit ihrer Krankheit bekommen zu haben! Und dass die Patientenschulung erst in der Apotheke erfolgt - einschließlich der Information, dass die Einnahme eines Medikamentes bei der Behandlung einer Krankheit sinnvoll ist (also die sogenannte Therapietreue). Auch wenn Sodbrennen aus ärztlicher Sicht meist eine „Banalität“ ist, sollten die Betroffenen von ihren Behandlern lautstark eine angemessene Behandlung - einschließlich lebenspraktischer Informationen zum Umgang mit ihrer Erkrankung - einfordern. Und sich nicht mit Ignoranz, mit hochglänzenden Broschürchen der Pharmaindustrie, schon bei ihrem Erscheinen längst veralteten Selbsthilfebüchern oder falschen „Informations“-Artikeln in der Publikumspresse abspeisen lassen.



Autor
Quellen
  1. Finley K, Giannamore M, Bennett M, Hall L: Assessing the impact of lifestyle modification education on knowledge and behavior changes in gastroesophageal reflux disease patients on proton pump inhibitors. J Am Pharm Assoc (2003). 2009 Jul-Aug;49(4):544-8 (Kurzfassung).

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