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Tränen-Nasen-Gang kaputt: Anstatt Kokain jetzt Reflux schuld?

Die Tränenwege

Zurückfließender saurer Mageninhalt – vor allem bei chronisch refluxkranken Sodbrennen-Patienten – soll bekanntlich eine Vielzahl von Krankheiten auslösen. Hierzu gehören Asthma, Mittelohr-Entzündung, Karies der Zähne oder Schlaflosigkeit – Sodbrennen-Welt.de hat über all diese mehr oder weniger schlüssigen Theorien berichtet. Nun haben iranische Forscher einen neuen, besonders „bemerkenswerten“ Reflux-Zusammenhang aufgedeckt: Den Verschluss des Tränen-Nasen-Ganges durch chronisch zurückfließenden Magensaft [1].

Der Tränen-Nasen-Gang (lateinisch: Ductus naso-lacrimalis) transportiert die Tränenflüssigkeit vom inneren Augenwinkel in die untere Nasenmuschel, wo sie verdunstet und die Nasenschleimhaut befeuchtet. Vor allem bei chronisch-entzündlichen Erkrankungen kann dieser Gang mitentzündet und zugeschwollen sein, kann entzündungsbedingte Narben entwickeln, enger werden und schließlich seine Funktionsfähigkeit verlieren. Die Forscher der Uni Schiraz/Iran haben nun sauren Mageninhalt als möglichen Schuldigen für Schädigungen des Tränen-Nasen-Ganges ausgemacht, die letztlich zur Einengung und Verstopfung des Ganges führen sollen. Tatsächlich kann säurehaltige Reflux-Flüssigkeit bis in die oberen Atemwege gelangen und dort zum Beispiel Schleimhautwucherungen (Polypen) in der Nase bedingen (Chronisch-wiederkehrende Nasen-Polypen durch Reflux?). Die iranischen Augenärzte nehmen nicht nur eine direkt toxische Wirkung von Magensaft vor Ort an, sondern vermuten auch reflektorische Magensaft-Effekte, die zu einer übermäßigen Durchblutung der Schleimhaut des Tränen-Nasen-Ganges und damit zu seiner Verlegung führt.

Kommentar Sodbrennen-Welt.de
Kaum nach Veröffentlichung stellten türkische Gastroenterologen die gewagte These in Frage – man könne säurehaltigen Magensaftreflux nicht zum Prügelknaben aller irgendwie chronischen Atemwegserkrankungen machen [2]. Diese Einwand ist in diesem Fall mehr als berechtigt, da Aufbau und Funktion des Tränen-Nasen-Ganges kaum eine längere Einwirkungszeit säurehaltigen Refluats wahrscheinlich machen. Zudem gilt, wie meist in der Medizin: „Häufig ist, was häufig ist“. Und dies sind vor allem angeborene Einengungen des Ductus naso-lacrimalis. Zudem Verletzungen, vor allem bei Schlägereien oder bei ungeschickten ärztlichen Eingriffen. Und – last but not least – vor allem bei chronischem Kokain-Missbrauch, der im „wohlgeordneten Gottesstaat Iran“ aber sicher unbekannt ist [3].

Autor
Literatur
  1. Owji N, Abtahi SM: Does gastroesophageal reflux contribute to development of acquired nasolacrimal duct obstruction? Med Hypotheses. 2010 Mar;74(3):455-6 (Medline).
  2. Beyazit Y, Purnak T, Kekilli M: Gastroesophageal reflux disease: a whipping boy for patients with persistent upper respiratory symptoms. Med Hypotheses. 2010 Jul;75(1):136 (Medline).
  3. Alexandrakis G, Tse DT, Rosa RH Jr, Johnson TE: Nasolacrimal duct obstruction and orbital cellulitis associated with chronic intranasal cocaine abuse. Arch Ophthalmol. 1999 Dec;117(12):1617-22 (Medline).

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