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Zusammenhang von Diabetes und Sodbrennen weiterhin unsicher.

Zuckerkrankheit und Sodbrennen

Zuckerkrankheit und Sodbrennen

Beschwerden der chronischen Refluxkrankheit (Sodbrennen, saures Aufstoßen, Schmerzen hinter dem Brustbein, Heiserkeit) betreffen zwischen 20 bis 40 Prozent der Bevölkerung. Der Anteil von Menschen mit der ebenfalls sehr häufigen Erwachsenen-Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus Typ II) beträgt weltweit über sechs Prozent, alleine in Deutschland sind mehr als sechs Millionen Menschen betroffen. Ob beide Erkrankungen gehäuft zusammen auftreten (oder seltener), interessiert die Wissenschaft nur selten. Jetzt ist eine Untersuchung veröffentlicht worden, nach der ein Zusammenhang eher unwahrscheinlich ist [1].

In die US-Studie wurden über 1.500 Patienten einbezogen, die einer Ösophagogastroduodenoskopie (ÖGD, im Volksmund auch „Magenspiegelung“ genannt) unterzogen worden waren. Innerhalb kurzer Zeit nachher wurden alle Personen einer ausführlichen Befragung hinsichtlich ihrer Gesundheit, ihrer (Reflux-)Beschwerden und weiterer Lebensumstände befragt.

Es zeigte sich, dass bei den 16% der Patienten mit Diabetes (95% mit Erwachsenen-Diabetes) im Vergleich zu Nicht-Diabetikern keine statistisch signifikanten Unterschiede hinsichtlich säurebedingter Schäden der Speiseröhrenschleimhaut bestanden, sondern nur eine nicht signifikante schwache Erhöhung der Läsionshäufigkeit. Zudem zeigte sich tendentiell, dass die eingeschlossenen Diabetiker eher männlich und übergewichtig waren. Und dass diese etwas seltener an Sodbrennen litten und seltener antientzündliche „antirheumatische“ Schmerzmedikamente verwendeten (sogenannte „NSAID“, eine häufige Ursache für Magenschleimhautschäden). Hinsichtlich der Verwendung von Säureblockern aus der Gruppe der Protonenpumpeninhibitoren (PPI, z. B. Omeloxan®) unterschieden sich Diabetiker und Nicht-Diabetiker nicht. Auch eine brasilianische Studie bei stark übergewichtigen Diabetikern bestätigte diese gegenläufige Tendenz: Je schlechter die Blutzuckerkontrolle bei Diabetikern ist, um so weniger Probleme scheinen sie mit schmerzhaftem Säurerückfluss und Sodbrennen zu haben [2].

Kommentar Sodbrennen-Welt.de
Die vorgestellten Ergebnisse stehen im Widerspruch zu etlichen früheren Untersuchungen, die einen deutlichen Zusammenhang zwischen Diabetes und Sodbrennen/Refluxkrankheit gezeigt haben (→ Sodbrennen durch Zuckerkrankheit!?). Auch neuere japanische Studien sehen einen solchen Zusammenhang [3]. Diese kontroversen Ergebnisse zeigen im Kern, dass vor allem hinsichtlich eines möglichen Kausalzusammenhanges Unklarheit besteht. Teilweise werden diabetische bedingte Nervenstörungen oder bei Diabetikern seltener auftretende Zwerchfellhernien ins Feld geführt. Klar ist aber weder das eine noch das andere. Aus westlicher Sicht erscheint jedoch eine Konsequenz der US-Studie deutlich: Es gibt keinen Grund bei Menschen eher eine teure „Magenspiegelung“ durchzuführen, nur weil sie Diabetiker sind.

Autor
Literatur
  1. Holub JL, Silberg DG, Michaels LC, Williams JL, Morris CD, Eisen G: Acid-related upper endoscopy findings in patients with diabetes versus non-diabetic patients. Dig Dis Sci. 2010 Oct;55(10):2853-9 (Medline).
  2. Lauffer A, Forcelini CM, Ruas LO, Madalosso CA, Fornari F: Gastroesophageal Reflux Disease is Inversely Related with Glycemic Control in Morbidly Obese Patients. Obes Surg. 2011 Feb 18 (Medline).
  3. Fujiwara Y, Arakawa T: Epidemiology and clinical characteristics of GERD in the Japanese population. J Gastroenterol. 2009;44(6):518-34 (Medline).

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