Heiserkeit, Räusperzwang, rau-belegte Stimme durch Refluxkrankheit: Stimmtherapie hilft.
Heiserkeit, Hüsteln, Räuserperzwang – Häufige Reflux-Folgen |
Stimmstörungen (Dysphonie), wie zum Beispiel chronische Heiserkeit mit einer rauen, unreinen, belegten oder sogar tonlosen Stimme, können durch einen krankhaften Rückfluss von Mageninhalt über die Speiseröhre bis in Kehlkopf und Rachenraum entstehen (laryngopharyngealer Reflux). Vorschnell werden dann gerne hochwirksame Säureblocker verordnet – oft ohne angemessene (Über-)Diagnostik. Ob die Therapieergebnisse durch logopädische Stimmtherapie verbessert werden können, ist von Forschern aus Indien und Korea nun erstmals untersucht worden. Es zeigte sich, dass Stimmtherapie signifikant bessere Effekte auf Refluxbeschwerden und Stimmstörungen (subjektiv, akustische Analyse) hat als Antireflux-Medikamente alleine [1, 2].
In die zwei Studien wurden Reflux-Patienten mit ausgeprägten Stimmstörungen wie Stimmproblemen und Heiserkeit einbezogen. Die Patienten wurden jeweils in zwei Behandlungsgruppen aufgeteilt: Eine Gruppe erhielt eine alleinige Säure blockierende Therapie, bei der anderen wurde diese medikamentöse Behandlung mit qualifizierter Stimmtherapie ergänzt. Die Behandlungsdauer betrug je nach Studie sechs Wochen bzw. drei Monate. Die Ergebnisse waren eindeutig: In beiden Fällen verbesserte die zusätzliche Stimmtherapie die Behandlungsergebnisse der Dysphonie signifikant. Tatsächlich wurden im Verlauf auch Refluxbeschwerden wie Sodbrennen oder saures Aufstoßen besser. Während objektivierbare Refluxsymptome in der Speiseröhre sich durch die Stimmtherapie eher nicht verbesserten, heilten Schleimhaut-Schäden im Kehlkopf durch ätzenden Mageninhalt unter der Zusatzbehandlung deutlich schneller aus.
Kommentar Sodbrennen-Welt.de
Die „Laryngitis gastrica“ ist eine lange bekannte, nicht-mikrobielle Entzündungsreaktion von Kehlkopf und umgebendem Rachen, die durch zurückfließenden Mageninhalt entsteht (extraösophagealer Reflux). Neben Dysphonien kommt es oft auch zu Schluckbeschwerden, Kloßgefühl im Hals (Globusgefühl), Schleimbildung im Rachenbereich, wiederkehrende Halsschmerzen, Räusperzwang oder chronischem Reizhusten. Viele Patienten mit refluxassoziierter Dysphonie erleben unter wirksamer Säureblocker-Therapie keine Besserung ihrer Beschwerden. Das ist klar, denn die Magensäure im zurückfließenden Mageninhalt (Refluat) kann zwar ein Auslöser von Beschwerden sein, muss aber nicht. Es gibt nämlich noch andere Refluat-Bestandteile, die Schleimhautschäden, Sodbrennen oder Schmerzen bedingen können (z. B. Gallenbestandteile oder Verdauungsenzyme). Die heilungsfördernde Wirkung von Stimmtherapie weist auf eine zentrale Ursache von gaströsophagealem Reflux hin: Die Funktionsstörung des Organs Speiseröhre (Ösophagus), in deren Verlauf zurückfließender Mageninhalt zu lange Kontakt mit der Schleimhaut hat und/oder nicht in der erforderlichen Geschwindigkeit wieder aus der Speiseröhre entfernt wird (ösophageale Clearance). Stimmtherapie kann solchen Speiseröhren-Funktionsstörungen entgegenwirken. Vor allem jene Anteile, die rhythmische Atem-Funktionen unter koordinierter Einbeziehung auch von Wahrnehmungs-, Bewegungs- und Haltungsübungen trainieren. Dass Atemtherapie dies grundsätzlich vermag, haben schon früher die Erfahrungen von Atemtherapeuten gezeigt.
- Atemtherapie wirksam bei Sodbrennen.
- Kann Atemtherapie bei funktioneller Refluxkrankheit helfen?
- Schluckbeschwerden und Globusgefühl.
- Reflux: Nicht nur schlecht für die Speiseröhre, sondern auch für die Atemwege.
- Rainer H. Bubenzer – Gesundheitsberatung Top-Fit-Gesund, November 2011.
- Park JO, Shim MR, Hwang YS, Cho KJ, Joo YH, Cho JH, Nam IC, Kim MS, Sun DI: Combination of voice therapy and antireflux therapy rapidly recovers voice-related symptoms in laryngopharyngeal reflux patients. Otolaryngol Head Neck Surg. 2012 Jan;146(1):92-7 (Kurzfassung).
- Vashani K, Murugesh M, Hattiangadi G, Gore G, Keer V, Ramesh VS, Sandur V, Bhatia SJ: Effectiveness of voice therapy in reflux-related voice disorders. Dis Esophagus. 2010 Jan;23(1):27-32 (Kurzfassung).
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