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Sodbrennen und saures Aufstoßen - ein Fall für Antazida

Einleitung

Sodbrennen und saures Aufstoßen wird durch einen Rückfluss (Reflux) von salzsäurehaltigem Mageninhalt in die Speiseröhre (Ösophagus) verursacht. Der saure Mageninhalt reizt dabei die empfindliche Schleimhautoberfläche der Speiseröhre und es kommt zu Entzündungen dieses Organs (Ösophagitis). Hauptbeschwerden sind nach Patientenbeschreibungen brennende Missempfindungen oder Schmerzen, die vom Magen aus hinter dem Brustbein aufsteigen. Als gelegentliche Beschwerde hat dies nahezu jeder Erwachsene bereits einmal erlebt. Von der länger andauernden Störung - der so genannten Refluxkrankheit in ihren vielen Ausprägungen - sind immerhin noch einige Millionen Menschen in Deutschland betroffen. Das Problem wird dadurch verschärft, dass die Refluxkrankheit oftmals chronisch wiederkehrt. Eine sichere, nebenwirkungsarme Therapie, wie sie mit modernen aluminium- und magnesiumhaltigen Antazida möglich ist, erweist sich sowohl bei akutem Sodbrennen wie auch seiner Vorbeugung als effektiv.

Wichtigstes Ziel des Beratungsgesprächs: Ärztlich behandlungsbedürftige Patienten erkennen

Durch sorgfältige Befragung der von Sodbrennen und saurem Aufstoßen betroffenen Kunden können auch beim Beratungsgespräch in der Apotheke jene möglicherweise ernsthafter erkrankten Patienten erkannt werden, die umgehend einer ärztlicher Untersuchung und Behandlung bedürfen. Dabei sollten etliche Faktoren bedacht und im Beratungsfall erinnert werden, die für die Notwendigkeit einer raschen medizinischen Versorgung mitentscheidend sein können.

Alter: Kinder mit Sodbrennen sind ungewöhnlich

Refluxbeschwerden und Speiseröhrenentzündungen treten gehäuft bei Patienten über dem 55. Lebensjahr auf. Sodbrennen bei Kindern und Jugendlichen ist hingegen äußerst selten. Bei jungen Erwachsenen (Alkohol!) und besonders bei schwangeren Frauen tritt häufiger einmal Sodbrennen und saures Aufstoßen auf. Kinder und junge Jugendliche sind deswegen bei erkennbaren Refluxbeschwerden auf jeden Fall zu Ihrem Hausarzt zu verweisen.

Typische Beschwerden sind einfach zu erkennen

Die typische Patientenklage bei Refluxproblemen ist eine brennende Missempfindung, die vom oberen Teil des Magens in der Körpermitte (Epigastrium) ausgeht. Das brennende Gefühl neigt dazu, hinter dem Brustbein (retrosternal) aufwärts zu wandern. Oft bleibt der Schmerz auf die untere retrosternale Region beschränkt. Er kann sich aber auch bis zur Kehle ausdehnen und von einem sauren Geschmack im Mund begleitet sein.

Die Entscheidung, ob jemand an refluxbedingtem Sodbrennen leidet oder nicht, kann vor allem durch Angaben zu vorausgehenden oder Beschwerde verschlechternden Ereignissen erleichtert werden. Saures Aufstoßen verschlimmert sich beispielsweise oftmals, wenn die Betroffenen sich bücken oder hinlegen. Zudem kommt es bei Übergewichtigen häufiger zu Sodbrennen und saurem Aufstoßen als bei normalgewichtigen Menschen. Auch eine rasche Zunahme des Körpergewichts (z. B. Schwangerschaft im letzten Drittel) kann Refluxbeschwerden auslösen oder verschlimmern. Sodbrennen ist auch eher nach sehr großen als nach kleinen Mahlzeiten zu erwarten. Übrigens: Refluxbeschwerden verschlimmern sich durch vorsätzliches Aufstoßen oder werden sogar hierdurch ausgelöst: Zahlreiche Menschen entwickeln die nervöse Angewohnheit, häufig zu schlucken, umso ihre Kehle frei zu machen. Jedes Mal wird dabei auch Luft in den Magen befördert, wodurch dieser sich allmählich aufbläht. Das hierdurch entstehende Druckgefühl gleichen die Patienten durch vorsätzliches Aufstoßen aus - allerdings geht dies auch oft mit Reflux von saurem Mageninhalt einher.

Übersicht 1:
Fragen bei der Beratung

Schwere Schmerzen und Schluckbeschwerden: Arztbesuch unabdingbar

Manchmal kann der brennende Schmerz sehr plötzlich und stark auftreten und sich sogar auf Rücken und Arme ausdehnen. In dieser Situation ist die Differentialdiagnose schwierig, da Schmerzen von dieser Art auch bei einem Herzinfarkt auftreten können. Rasche Konsultation eines Arztes ist deswegen unbedingt angezeigt. Umgekehrt haben Untersuchungen gezeigt: In zahlreichen Fällen zeigt sich nach der Untersuchung von "Herzinfarkt"-Patienten in die Klinik, dass die Schmerzbetroffenen eine Ösophagitis mit stark ausgeprägten Beschwerden hatten und keinen Infarkt.

Auch Schluckbeschwerden müssen immer als ein ernstes Symptom angesehen werden. Die Schluckschwierigkeiten werden entweder als unangenehmes Gefühl beim Schlucken von Nahrung oder Getränken beschrieben oder als Gefühl, dass Essen oder Trinken in der Speiseröhre stecken bleiben. In beiden Fällen ist die Konsultation eines Arztes notwendig. Selbst wenn die Beschwerde tatsächlich nur Begleitsymptom einer Speiseröhrenentzündung ist, die im Rahmen einer gastroösophagealen Refluxkrankheit mit Rückfluss von Säure in die Speiseröhre aufgetreten ist. Hierbei kommt es übrigens vor allem dann zu Schmerzen, wenn heiße oder reizende Getränke getrunken werden (z. B. Fruchtsäfte oder Alkohol). Wichtig ist auch Folgendes: Sind ein unangenehmes Engegefühl beim Schlucken oder das Gefühl, dass Nahrung "einem im Halse stecken geblieben ist" (Dysphagie) bereits früher einmal aufgetreten, wird ebenfalls das sofortige Aufsuchen an eines Arztes notwendig. Ursache kann nämlich eine Verengung der Speiseröhre (Ösophagusstenose) z. B. durch einen Tumor sein.

Mit Schluckbeschwerden kann auch Regurgitation einhergehen, also das Zurückströmen z. B. von Speisebrei in die Mundhöhle. Es tritt auf, wenn kürzlich aufgenommene Nahrung in der Speiseröhre stecken bleibt und dann regurgitiert wird, anstatt in den Magen transportiert zu werden. Ursache ist eine mechanische Blockade der Speiseröhre, z. B. durch Krebs oder - glücklicherweise - auch durch eine Reihe weniger schwer wiegender Erkrankungen. Am häufigsten ist eine durch Säureeinwirkung entstandene Verengung (peptische Striktur). Bei langandauerndem Säurereflux aus dem Magen wird nämlich eine Ösophagitis hervorgerufen. Diese - chronische - Entzündung der Speiseröhre führt zu Vernarbungen von Schleimhaut und darunter liegenden Geweben. Narbengewebe aber neigt dazu, sich mit der Zeit zusammenzuziehen und kann so eine Verengung des Ösophagus, eine Striktur, bewirken. Eine Behandlungsmöglichkeit hierbei ist die Erweiterung (Dilatation) mit einem flexiblen Endoskop. Auf jeden Fall sind medizinische Untersuchungen notwendig um diese oder andere schwer wiegende Ursachen bei Regurgitation zu finden.

Übersicht 2:
Wann ist der Arzbesuch unbedingt ratsam?

Jede zweite Schwangere bekommt Sodbrennen

Es wird geschätzt, dass etwa die Hälfte aller schwangeren Frauen unter Sodbrennen und saurem Aufstoßen leidet - spätestens gegen Ende der Schwangerschaft. Schwangere über dreißig neigen besonders zu dieser Komplikation. Die Beschwerden werden durch einen Druckanstieg im Bauchraum sowie eine Schwächung des unteren Speiseröhrenschließmuskels (Ösophagussphinkter) verursacht. Wahrscheinlich sind für Letzteres hormonelle Einflüsse für die Senkung des Schließmuskeltonus verantwortlich; besonders das, während der Schwangerschaft verstärkt gebildete, Progesteron. In den meisten Fällen verschwinden diese Beschwerden nach der Entbindung vollständig.

Grundsätzlich alle verwendeten Medikamente abfragen

Jede Verordnung oder Empfehlung von Medikamenten sollte nur unter Kenntnis jener Medikamente erfolgen, die der Patient wegen seiner Beschwerden derzeit einnimmt oder eingenommen hat. Auch alle anderen Medikamente, die verwendet werden, sollten bekannt sein. Schließlich können etliche Pharmaka, z. B. anticholinerge Substanzen bzw. anticholinerg wirkende Pharmaka wie trizyklische Antidepressiva oder Phenothiazine, Kalziumantagonisten, Nitrate, Theophyllin oder Aminophyllin Sodbrennen und saures Aufstoßen ebenso wie Koffein verstärken.

Wichtig: Vermindern sich die Beschwerden unter Einnahme von Antazida nicht und/oder strahlen die brennenden Schmerzen bis in die Arme aus, ist dies ein Zeichen dafür, dass die Beschwerden wahrscheinlich nicht durch einen Säurereflux verursacht werden. Zwar ist eine Refluxerkrankung dennoch möglich. Andere Ursachen wie die koronare Herzkrankheit (KHK) oder Gallenblasenerkrankungen sollten aber ebenfalls in Erwägung gezogen werden. Grundsätzlich gilt deswegen eine Beschränkung der Behandlungsdauer bei fehlender Linderung von Refluxbeschwerden: Wenn unter der Einnahme von Antazida innerhalb einer Woche keine Verbesserung des Sodbrennens eintritt, sollten die Patienten einen Arzt aufsuchen.

Zusätzliche Anwendungshinweise bei Einnahme von Antazida

Reichen Allgemeinmaßnahmen nicht zur Linderung von Beschwerden aus, verwenden Patienten mit unkompliziertem gastroösophagealen Reflux - auch im Bereich der Selbstmedikation - in der Mehrzahl der Fälle wirksame aluminium- und magnesiumhaltige Antazida wie z. B. Maaloxan. Bis zu einer bestimmten Beschwerdeausprägung reicht dies zumeist als Therapie aus. Besonders wichtig sind die ergänzenden Allgemeinmaßnahmen zu Unterstützung des Heilungsprozesses aber, wenn die Beschwerden chronisch oder rezidivierend (immer wieder rückkehrend) auftreten. Solche Maßnahmen senken auch die Zahl der Rezidive von Sodbrennen, saurem Aufstoßen und der Refluxkrankheit.

Übergewicht Bei übergewichtigen Patienten ist immer die dringende Empfehlung zu einer Gewichtsreduktion zu geben. Die meisten Refluxpatienten werden bemerken, dass ihre Beschwerden verschwinden, wenn sie Normal- oder Idealgewicht erreichen. Zudem senkt eine Gewichtsabnahme auch die Erkrankungsrate insgesamt (Morbidität) und die krankheitsbedingte Sterblichkeit (Mortalität).

Nahrungsmittel Kleinere und in kürzeren Abständen eingenommene Mahlzeiten sind besser als wenige, umfangreiche Mahlzeiten pro Tag. Wird auf diese Weise die jeweilige Nahrungsmenge im Magen und damit die Aufblähung des Magens reduziert, beugt dies einem Reflux vor. Außerdem ist bekannt, dass die Entleerung des Magens in Richtung Zwölffingerdarm sich deutlich verlangsamt, wenn der Magen sehr voll ist; auch dies kann die Beschwerden verstärken. Das Abendessen sollte am besten einige Stunden vor dem Zubettgehen eingenommen werden.

Symptomverstärkende Faktoren Rauchen, Alkohol, Koffein, Schokolade und fettreiche Speisen können eine Schwächung des Ösophagussphinkters führen und seinen Tonus (Schließdruck) vermindern. Dadurch verstärken sich Refluxbeschwerden. Vorschläge zur Raucherentwöhnung sind gerade auch bei der Kundenberatung in der Apotheke wirkungsvoll, da mittlerweile angemessene Produkte zur Raucherentwöhnung vorhanden. Und: Viele Menschen fühlen sich sehr motiviert mit dem Rauchen aufzuhören, wenn sie wissen, dass damit auch ihr Sodbrennen und saures Aufstoßen aufhören kann.

Köperlage Sich nach vorne neigen, Bücken oder nur sich schwer in einen Sessel fallen lassen kann bereits Refluxbeschwerden hervorrufen und sollte deswegen soweit möglich vermieden werden. Z. B. ist es besser in die Hocke zu gehen, als sich zu bücken. Da Beschwerden oft im Liegen stärker werden, kann es sehr hilfreich sein sich ein dickes Kopfkissen unter den Kopf zu legen. Noch empfehlenswerter ist es allerdings das gesamte Bett schräg zu stellen - mit erhöhtem Kopfteil. Hierfür sollten aber keine Kissen verwendet werden, da sonst nur der Oberteil des Körpers gehoben wird. Da dies den Rumpf mehr oder weniger stark abgeknickt, kann sich der intraabdominelle Druck auf Magen und Mageninhalt erhöhen. Eine Zunahme der Beschwerden, selbst im Liegen, wäre die Folge.

Kleidung Enge, stramme Kleidung - besonders z. B. Hüfthalter und Gürtel - können ebenfalls die Beschwerden verstärken und sind deswegen zu vermeiden.


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