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Magen- und Verdauungsbeschwerden auf Reisen


Sodbrennen, Gesundheit

In der angeblich schönsten Zeit des Jahres, dem Urlaub, wollen wir eigentlich gesund und lustig sein. Und uns auf keinen Fall mit irgendwelchen Krankheiten rumärgern. Manchmal ist leider genau das Gegenteil der Fall: Unser Körper reagiert auf die ungewohnte Umgebung, anderes Essen und vielleicht heiße Temperaturen mit Krankheit. Unser Verdauungssystem ist neben der Haut und den Atemwegen das Organ, das sich am intensivsten mit der veränderten Umwelt, der ein Reisender begegnet, auseinandersetzen muß.

Häufig ein kranker Magen auf Reisen

Seelische Anspannungen durch ungewohnte Umgebung und Sitten, magenreizende Getränke wie Kaffee, Alkoholika und Eisgekühltes, scharfgewürzte Speisen, Medikamente, Rauchen, bakterielle und virale Infektionen sind Ursachen für eine Gastritis, welche bei Reisen häufiger auftritt als im Alltag. „Es ist mir auf den Magen geschlagen”, sagen wir nicht selten bei Magenbeschwerden und beschreiben damit, daß seelische Anspannung solche auslöst. Es kommt dabei gleichzeitig zu einer vermehrten Säurebildung und einer Herabsetzung der Schutzwirkung der Schleimhaut gegen eine Selbstverdauung durch die Magensäfte.

Immer säurebindende Mittel für den Notfall in der Reiseapotheke

Sodbrennen, Gesundheit

Ist der Magen in Mitleidenschaft gezogen und haben Sie sich im Urlaub eine Gastritis geholt, so äußert sich dies in folgenden Krankheitszeichen: Neben einem Völlegefühl, Magendruck oder Sodbrennen treten häufig Schmerzen oder ein Hitze oder Kältegefühl zwischen Nabel und Brustbein eventuell bis hoch zum Hals auf. Die Schmerzen werden in der Regel durch Nahrungsaufnahme geändert. Zum Teil besteht ein Nüchternschmerz, der durch Essen gebessert wird, teilweise werden die Schmerzen durch Essen schlimmer. Beim Abtasten entsteht ein Druckschmerz im Bereich zwischen Nabel und Brustkorb.

Zur Behandlung gibt es einige einfache Regeln, die unbedingt befolgt werden sollten:

Strandidylle

Einfach mal zurücklehnen und den Urlaub genießen. Das ist die beste Methode, gesund und erholt wieder zu kommen.

Weiterführende Tipps sind in der Rubrik Ernährung enthalten.

Haben Sie allerdings sehr starke Schmerzen und Erbrechen von Blut oder kaffeesatzartigem Mageninhalt sowie schwarzen, teerfarbenen Stuhl so kann es sein, dass die Gastritis in ein Magen- und Zwölffingerdarm-Geschwür übergegangen ist, welches blutet. In solchen Fällen ist unverzüglich ein Arzt aufzusuchen.

Ein schwerer Hakenwurmbefall, der bei Europäern allerdings sehr selten ist, kann gelegentlich ähnliche Schmerzen machen.

Reisedurchfall - Urlaubserkrankung Nummer Eins

In der Rangfolge urlaubsbedingter Erkrankungen steht der (Reise-) Durchfall an erster Stelle. In warmen Ländrn haben etwa ein Drittel aller Touristen während eines 4 wöchigen Urlaubs Durchfall. Der klassische Reisedurchfall fesselt ca. 30 Prozent der Erkrankten zeitweise ans Bett, weitere 40 Prozent müssen ihre Reisepläne zumindest kurzfristig ändern. Für Kinder können Durchfälle eine akute Lebensbedrohung darstellen. Er tritt meist plötzlich auf, oft ohne eine erkennbare Ursache, dauert wenige Tage und zeigt eine hohe Selbstheilungstendenz. Die Palette der Ursachen ist vielfältig: Bakterien, Viren, Parasiten, Nahrungsmittelunverträglichkeit oder psychische Belastungen. Die typischen Reisedurchfälle (engl. „traveller's diarrhea") können aber auch durch ungewohnte Klimaeinflüsse, Zeitverschiebungen, Umstellung des Wasserhaushaltes, ungewohntes Essen begünstigt werden. Bei den Krankheitserregern handelt es sich meist um Bakterien oder Viren, die innerhalb von Stunden bis Tagen wieder aus dem Darm verschwunden sind, ohne daß eine spezifische Medikation (Antibiotika) eingenommen werden muß. Bakterielle Infekte werden meist durch infizierte Wasser, Lebensmittel und Milch verursacht. Virale Infektionen sind bei Kindern häufiger.

Ein anderer Grund, wieso wir auf Reisen so leicht an Durchfall erkranken, liegt darin, dass die im Wasser und in der Nahrung enthaltenen Mikroorganismen im Ausland unserem Körper fremd sind. Auch unsere täglich gewohnte Nahrung enthält Mikroorganismen, aber an diese ist unser Verdauungssystem gewöhnt und reagiert nicht mehr mit Durchfall darauf.

Cook it, peel it or forget it

Aus der frühen Zeit des Reisens stammt der Merksatz: „Cook it, peel it or forget it." Das bedeutet: Speisen und Getränke müssen vor dem Genuß abgekocht werden, roh Gegessenes sollte vorher selbst geschält werden. Ist beides nicht möglich, dann sollte man eben darauf verzichten. In Maßen gilt diese Regel auch heute noch. Allerdings ist sie nur bedingt auf den heutigen, organisierten Tourismus übertragbar und zudem unvollständig. So sagt sie über dem Umgang mit Fertiggetränken und Eis nichts aus und übersieht die Tatsache, daß die meisten Touristen keine klassischen Selbstversorger sind, sondern ihre Mahlzeiten vollständig oder teilweise im Hotel einnehmen. Doch durch die inzwischen erhöhten Lebensmittelhygiene- und Sanitärstandards sind Touristen in Hotels nicht mehr so stark gefährdet. Trotzdem kann es den Hotelbesucher genauso erwischen: gerade wer sich in den ersten Tagen der Reise den Bauch am Buffet mit ungewohnten Speisen vollschlägt, sollte sich nicht über Durchfall wundern. Gerade zu Beginn des Urlaubs sollte man Exzesse im Essen und Trinken, z. B. am verlockend reichhaltigen Hotelbuffet, vermeiden. Ansonsten kommt es leicht zum Zusammenbruch der Magensäurebarriere und somit zu unangenehmen Durchfällen.Eine erhöhte Durchfallgefahr droht vor allem bei Straßenrestaurants, Straßenhändlern und Eis- und Säfteverkäufern, die oft unter niedrigsten hygienischen Bedingungen und unkontrolliert von den Gesundheitsbehörden arbeiten. Dort sollte man besonders vorsichtig sein.

Selbstbehandlung bei Reisedurchfall

Die Vorbeugung gegen Reisedurchfälle beinhaltet den Schutz des Oberbauches vor Auskühlung, insbesondere durch Klimageräte bei Nacht, Meiden von offenen Wassern und Säften, Eiswürfeln, Salaten und Meeresfrüchten.

Im Erkrankungsfall sollte die Selbsttherapie primär mit einer körperlichen Schonung bis hin zur Unterbrechung der Reise beginnen. Zur Behandlung sind oft Diät und Flüssigkeitszufuhr ausreichend. Tee mit Zucker und etwas Salz, Cola und eventuell Elektrolytlösungen bei starken Flüssigkeitsverlusten (>> Austrocknung) sorgen für einen ausgeglichenen Wasser- und Salzhaushalt des Körpers. Mit Nachlassen der akuten Beschwerden kann ein langsamer Nahrungsaufbau erfolgen: gekochte Haferflocken, gekochte Karotten, Püree, Fleischbrühenextrakt, Nudeln, Reis, mageres Fleisch, Bouillon mit Ei, abgekochte Milch. Alkohol, Zigaretten, scharfe oder fette Speisen sollten vermieden werden.

Bananen sind zu empfehlen: Sie stopfen und ersetzen verlorenes Kalium.

Die Einnahme eines Elektrolyt-Pulvers sorgt zunächst für eine rasche Zufuhr von Wasser- und Elektrolyten. Darüber hinaus kann die Anwendung eines Mittels gegen Durchfall sowie gelegentlich auch gegen Bauchkrämpfe in Betracht gezogen werden. Stopfende Medikamente, die gegen Reisedurchfälle angeboten werden, sind mit Vorsicht zu genießen. Sie vermindern zwar rasch die Beschwerden, aber damit auch die Fähigkeit des Körpers, die Erreger der Durchfälle auszuscheiden. Handelt es sich um gefährliche Erreger, wie z. B. Shigellen oder Amöben, kann deren Ausbreitung durch solche Medikamente sogar begünstigt werden. Bei blutigen und/oder fieberhaften Durchfällen sollten stopfende Medikamente generell nicht eingenommen werden. Antibiotika sollten nur eingesetzt werden, wenn Fieber über mehr als eine Nacht auftritt, Blut im Stuhl zu sehen ist oder nach drei Tagen keine Besserung der Durchfälle erkennbar ist.

Zur vorbeugenden Medikation hat sich speziell in afrikanischen Ländern ein Hefepräparat bewährt, das die Erkrankungswahrscheinlichkeit um etwa die Hälfte senken kann. Die Wahrscheinlichkeit von Nebenwirkungen ist relativ gering.

Bei Fortbestehen des Duchfall Arzt konsultieren

Ein einfacher Durchfall sollte sich spätestens am dritten Tag deutlich bessern. Trotzdem sollte auch weiterhin reichlich getrunken und nur leicht verdauliche Nahrungsmittel aufgenommen werden. Durchfälle, die länger fort bestehen oder auch noch bei Reiserückkehr vorliegen, sollten auf jeden Fall ärztlich abgeklärt werden.

Zur Vermeidung von Durchfallerkrankungen im Urlaub gibt es keine vollkommene Sicherheit, aber einige Verhaltensregeln für den Umgang mit Essen und Trinken, die für Kinder und Erwachsene gleichermaßen wichtig sind:


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