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Hilfe, ich bin ganz ausgetrocknet!!!

Mexiko ist ja ganz schön. Aber auch ganz schön heiß. Im Sommer sind 45° C keine Seltenheit. Und dazu muß man gar nicht erst soweit fahren. Auch Griechenland oder Portugal bieten im Sommer auch extrem hohe Temperaturen. Wer da nicht ausreichend trinkt (mindestens 2 bis 3 Liter pro Tag), kann schnell sehr an Flüssigkeit verlieren und eine sogenannte Hitzeerschöpfung entwickeln.

Aber auch starke Erschöpfungszustände, beispielsweise durch ausgedehnte Wanderungen oder ungewohnte Anstrengungen - können ebenfalls starke Wasser- und Salzverluste hervorrufen.

Die Nummer 1 unter den Krankheiten, die einen starken Flüssigkeitsverlust hervorrufen, ist nach wie vor der Reisedurchfall. Insbesondere bei kleinen Kindern kann er sehr schnell zu einer völligen Dehydratation (Austrocknung) führen. Das verlorene Wasser stammt aus dem zirkulierenden Blut, sein Verlust führt zu einer Abnahme der Blutmenge, einem Blutdruckabfall, sein Verlust führt zu einer Abnahme der Blutmenge und einem Blutdruckabfall, eventuell verbunden mit einem Kreislaufzusammenbruch.

Außer an der Erschöpfung läßt sich zu geringe Flüssigkeitsaufnahme auch am Urin erkennen: Dieser ist dann meistens dunkel verfärbt. Zusammenfassend läßt sich eine lebensgefährliche Austrocknung (Exsikkose) durch die Symptome starker Durst, wenig dunkler Urin, Apathie, Kreislaufbeschwerden und manchmal auch durch Muskelkrämpfe erkennen. Ist bereits ein fortgeschrittenes Stadium der Austrocknung eingetreten - erkennbar an eingesunkenen Augen, extrem trockener Zunge und dem Stehenbleiben von Hautfalten - muß unbedingt der Arzt hinzugezogen werden. Dann hilft nur die Zufuhr von Flüssigkeit durch eine venöse Infusion.

Unabhängig von der Ursache des jeweiligen Salz- und Flüssigkeitsverlustes ist die Grundbehandlung überall gleich: Sie zielt auf den Ersatz dieser verlorenen Stoffe hin. Diese erste Behandlung kann überall auch ohne Apotheke und Arzt schnell durchgeführt werden.

Wesentlich ist es, verlorene Flüssigkeits- und Mineralstoffe so frühzeitig wie möglich ersetzen. Ansonsten kann es zu einer Ansäuerung des Blutes (sogenannte Acetonämie) kommen und zu Verschiebungen in der Zusammensetzung der Salze im Blut. Daraus kann Erbrechen resultieren, was eine Flüssigkeitsaufnahme unmöglich macht. Es sollte auf jeden Fall so viel getrunken werden, bis wieder heller Urin produziert. Der Durchfall bleibt durch die Verabreichung von Elektrolyt(salzhaltigen)-Lösungen meist erst unbeeinflußt.

1. Fertigpräparate aus der Apotheke

In der Apotheke gibt es einige Fertigmittel zu kaufen, die allerdings in der Mehrzahl sehr teuer sind. So kostet z. B. 1 Liter Oralpädon® fast 10 Mark. Etwas billiger ist Elotrans®. In sehr vielen Entwicklungsländern kann man direkt vor Ort sogenanntes ORS (Oral Rehydration Salt) als Alternative erwerben. Dieses Salz ist in kleinen Beuteln abgepackt in den meisten Läden oder in Krankenstationen erhältlich. In der Regel ist das ORS sehr preiswert oder wird sogar kostenlos abgegebenen, da die WHO (Weltgesundheitsorganisation) diese Maßnahme nicht nur empfiehlt sondern auch unterstützt.

2. Zucker-Salz-Lösung

Nach folgendem Rezept kann eine Zucker-Salz-Lösung hergestellt:

Auf ein Liter (möglichst abgekochtes Wasser) werden
gegeben. Nachdem sich alles aufgelöst hat, sollen pro Stunde ca. ein halber bis ein Liter dieser Lösung getrunken werden.

3. Zucker-Salz-Lösung (Ersatzlösung)

Da kaum jemand im Urlaub all die oben beschriebenen Ingredienzien mit hat, empfiehlt sich eine einfach, selbst hergestellte Zucker und Salz-Lösung. Dazu werden 3,5 g Kochsalz (ein gestrichener Teelöffel voll) und 20 g Zucker (ein gehäufter Esslöffel oder 6 - 8 Stück Würfelzucker) auf einen Liter abgekochtes Wasser oder Tee gegeben. Wenn Tee verwendet wird, sollte es am besten einfacher, schwarzer Tee sein, da aller andere Tees möglicherweise Inhaltsstoffe enthalten, die den Durchfall fördern.

4. Notfallalternative

In der allerhöchsten Not ist sogar Cola eine akzeptable Lösung gegen zu starken Flüssigkeitsverlust. Bedenken Sie aber immer, dass die Flüssigkeit literweise getrunken werden muss (mindestens ein halber Liter pro Stunde).

Trotz aller Selbstmaßnahmen ist anhaltende und starke Austrocknung ein Fall für den Arzt. Dies gilt insbesondere bei kleinen Kindern, Säuglingen, Diabetikern und älteren Patienten.


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