Tipps zur gesunden Reisevorbereitung
Wenn jemand eine Reise unternimmt...
Last Minute- Reise nach Tegucigalpa. Sie wissen nicht, wo das ist? Keine Sorge, ich sage Ihnen, das ist in Honduras. Und dort ist es tropisch warm, eigentlich wunderschön. Aber die Reise beginnt schon in drei Tagen und Sie waren schon ewig nicht mehr in den Tropen. Dann muss ich Ihnen leider mitteilen; diese Reise ist nicht das Richtige. Denn Ihre Vorbereitungsdauer reicht für diese Reise nicht mehr aus!
Grundregel Nummer 1: Je abgelegener und je länger die Reise, desto früher muss mit den Vorbereitungen begonnen werden! |
Grundregel Nummer 2: Bei Fernreisen mindestens 9 Wochen vor Reisebeginn mit Ihrem Arzt oder dem Tropeninstitut in Kontakt treten! |
Detaillierte schriftliche Informationen gibt das Zentrum für Reisemedizin, Oberrather Str. 10, 40472 Düsseldorf, Tel.: 0211/904290, Telefax: 0211/9042999. Achten Sie darauf, dass die Angaben von Reisebüros und Ländervertretungen häufig nicht auf dem neuesten Stand sind. Oder schauen Sie sich im Internet wichtige Websites zu Reisevorbereitungen, Impfungen usw. an.
Die 10 wichtigsten Maßnahmen zur Reisevorbereitung:
- Impfungen und Gesundheitsvorsorge mit dem Hausarzt oder dem Tropeninstitut abklären.
- Vorher eine Reisekrankenversicherung abschließen. Dazu bei der Krankenkasse oder beim Reisebüro nachfragen. Achtung: Chronische Krankheiten oder auch bestimmte Sportarten sind bei der Reisekrankenversicherung ausgeschlossen.
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Ein Zahnarztbesuch vor der Reise kann nicht nur Ärger, Zeit und Geld, sondern auch unter Umständen eine Aids-Infektion ersparen - Oder wollen Sie vielleicht in Afrika mit einem Zahnarztbesteck behandelt werden, das 500 Patienten vor Ihnen auch schon genossen haben?
- Sonnenbrille bzw. Zweitbrille gehört immer mit ins Reisegepäck.
- Sinnvoll ist es, Impfpass, Reisepass, medizinische Dokumente, Flugtickets und Reisedokumente vor der Reise zu kopieren. Bewahren Sie aber immer die Kopien getrennt von den Originalen auf.
- Tragen Sie immer den Name und die Adresse einer im Notfall zu benachrichtigenden Person bei sich!
- Benötigen Sie regelmäßig Medikamente, so sollten Sie die Einnahmeregeln unbedingt vor der Reise mit Ihrem Hausarzt besprechen. Bei Zeitverschiebungen muss dementsprechend die Einnahme der Medikamente umgestellt werden.
- Medikamente (Reiseapotheke) gehören ebenso wie Kontaktlinsenpflegemittel in das Handgepäck.
- Ausreichende Zahlungsmittel nicht vergessen. Kreditkarten sind in manchen afrikanischen Ländern wertlos, Eurocheques nicht einzulösen. Reisecheques sind am sichersten. Bargeld kann gestohlen werden.
- Treffen Sie vor der Abreise geeignete Maßnahmen gegen Flugangst, Reisekrankheit usw. Besprechen Sie sich dazu mit Ihrem Arzt.
Spezielle Hinweise für die Reisevorbereitung für Schwangere
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Entschließt sich eine schwangere Frau zu einem Langstreckenflug in warme Länder, kann sie davon ausgehen, dass das ungeborene Kind weder durch die leicht verminderte Sauerstoffsättigung in der Flugzeugkabine noch durch die kosmische Strahlenbelastung in großen Höhen geschädigt wird. Im allgemeinen ist das Fliegen für die werdende Mutter und ihr Kind ungefährlicher und komfortabler als andere Fortbewegungsarten.
Trotzdem sollte auch die werdende Mutter einige Regeln beachten, wenn sie verreisen will:
- nicht überstürzt - vor allen Dingen ohne vorherige medizinische Beratung - verreisen
- Malariagebiete, ebenso wie alle Gebiete mit hohem Infektionsrisiko meiden, denn viele der Infektionskrankheiten stellen insbesondere für das Ungeborene ein besonders hohes Risiko dar. Malaria verläuft in der Schwangerschaft häufig schwerer und es drohen dadurch Früh- und Totgeburten oder schwerwiegende Schäden für das Neugeborene. Eine Malaria-Prophylaxe sollte mit dem Arzt abgestimmt werden.
- extreme Höhenlagen (ab 3000 Meter) können für Mutter und Kind eine starke Belastung darstellen und sollen deshalb möglichst nicht bereist werden
- Schwangere leiden häufig unter Sodbrennen, dieses kann durch ungewohntes Essen noch weiter verstärkt werden. Säurebinder (sogenannte Antazida) aus Aluminium- und Magnesiumhydroxid in fester oder flüssiger Form, z. B. Maaloxan können schnell und zuverlässig Linderung verschaffen. Diese Antazida können bei kurzfristiger Anwendung von werdenden Müttern zur Beschwerdelinderung eingenommen werden.
- ab der 37. Schwangerschaftswoche bis 7 Tage nach der Entbindung lehnen es die meisten Fluggesellschaften ab, Schwangere oder junge Mütter zu befördern.
- Thromboseprophylaxe
Abschließend die dritte Grundregel: Je besser Sie sich vorbereiten und auf die jeweiligen Bedingungen im Reiseland einstellen, desto entspannter und schöner wird Ihr Urlaub. |

