Sodbrennen-Welt.de - Alles über Sodbrennen!
Datenschutz | Impressum | Newsletter
Sodbrennen-Welt - Wissen übers Sodbrennen!
        +++         Rätselraten: Unerklärliche Über-Therapie mit Säureblockern.         +++         Schwangeren-Sodbrennen: Behandlung oft problematisch.         +++         Antazida gegen Sodbrennen älterer Flugreisender.

Der russische Komponist Peter Tschaikowsky (1840-1893)


Peter Tschaikowsky (1840-1893)

"Ich habe mich immer bemüht, in meiner Musik die ganze Qual und Ekstase der Liebe auszudrücken."
"Die Vergangenheit bedauern, auf die Zukunft hoffen und nie mit der Gegenwart zufrieden sein, das ist mein Leben."

Vielen bekannten Musikern wie Mozart oder Beethoven wurde das Talent quasi in die Wiege gelegt. Oft waren ihre Väter Musiker und die Beschäftigung mit der Musik gehörte zum normalen Leben. Beim bedeutendsten Komponisten Russlands Peter (Pjotr) Iljitsch Tschaikowsky war es jedoch nicht so. Seine Eltern sowie die sieben Geschwister Tschaikowskys zeigten weder Neigung noch musikalische Begabung. Bei Peter entpuppte sich das wahre Talent erst nach dem zwanzigsten Lebensjahr. Der am 7. Mai 1840 im russischen Wotkinsk (Ural) Geborene bekam mit acht Jahren seinen ersten Klavierunterricht. Der Grund für diesen Musikunterricht lag allerdings nicht in einer besonderen Neigung des Kindes. Seine Mutter wollte den Jungen, der nach einer schweren Masernerkrankung Nervenanfälle zeigte, beschäftigen und ablenken. Als sie den kleinen Peter zum ersten Mal am Klavier spielen ließ, konnte er das eben gehörte Stück sogleich nachspielen. Die Familie war erstaunt über das Talent, das Peter offensichtlich bewies. Der Vater entschloß sich daher, Maria Markowna einzustellen, die seinem Sohn Klavierunterricht gab. Bald spielte der Junge besser als seine Klavierlehrerin vom Blatt. Mit zehn Jahren schickten die Tschaikowskys ihren sensiblen Sohn an die Petersburger Rechtschule. Er sollte dort eine standesgemäße Ausbildung erhalten. Er war ein guter Schüler und beschäftigte sich jedoch nie mit Musik, spielte höchstens seinen Mitschülern etwas auf dem Klavier vor.

Ausbildung in Petersburg

Auch die Eltern zogen nach Petersburg. Der Umzug hatte für die Familie schwere Folgen: Die Mutter wurde Opfer einer Choleraepidemie, die 1854 in St. Petersburg grassierte. Für Peter Tschaikowski war es ein großer Schock. Noch 25 Jahre später schrieb er in einem Brief an einen Freund: "Ihr Tod hat den größten Einfluß auf mein und der Meinigen Schicksal. Jede Minute des fürchterlichen Tages ist mir so gegenwärtig, als wäre es gestern gewesen."

Da der Klavierunterricht in der Schule ohne Nutzen war, beschloß sein Vater 1855, einen eigenen Klavierlehrer für den talentierten Sohn zu engagieren. Rudolf Kündinger, befand allerdings, dass das Talent seines Schülers nur wenig über dem Durchschnitt lag. Kündinger unterrichtete Peter Tschaikowski jeden Sonntagmorgen, blieb zum Essen, um den Jüngling am Nachmittag in ein Konzert zu begleiten. Abends hatte Peter Gelegenheit, selbst etwas Musikalisches zum Besten zu geben. Nach einigen Jahren endete der Klavierunterricht, weil der Vater durch Spekulation verarmte. Deswegen war Peter Tschaikowski auch nach seinem Studium gezwungen, als Justizbeamter zu arbeiten. Sein Vater förderte, soweit ihm dies finanziell möglich war, weiter die musikalische Ausbildung seines Sohnes. Der Vater war vom Talent seines Sohnes überzeugt - im Gegensatz zu den Musiklehrern - und veranlasste Peter Tschaikowski hauptberuflich ins Musikfach zu wechseln. Tschaikowsky begann sein Musikstudium in Petersburg. Er galt als nicht besonders begabter Schüler. Im Gegenteil: Es hieß, er sei faul, übe zu wenig und auch beim Dirigieren, dass er erlernen musste, machte Tschaikowski keine gute Figur. Um Geld zu verdienen, gab er für 50 Rubel im Monat Unterricht und arbeitete an eigenen Kompositionen. Anton Rubinstein war einer seiner gestrengen Lehrer. Einen ersten Erfolg hatte Tschaikowski mit dem Orchesterwerk "Tanz der Mägde", das in Kiew erstaufgeführt wurde. Bald darauf schlug Anton Rubinstein seinen Schüler für eine Professur vor: Tschaikowski sollte an der neugegründeten Musikschule des Nikolaj Grigorewitsch eine Lehrtätigkeit übernehmen. Tatsächlich wirkte Tschaikowski von 1866 bis 1877 am Moskauer Konservatorium. Danach bereiste Tschaikowski Europa und dirigierte Orchester in nahezu allen europäischen Ländern. In jene Zeit fiel auch Tschaikowskys Bekanntschaft mit seiner Gönnerin Nadeshda von Meck. Dreizehn Jahre lang unterstützte ihn die vermögende Witwe mit fürstlichen Honoraren und einer jährlichen Pension. Die Beziehung der beiden war - entgegen anderslautender Äußerungen von Zeitgenossen - rein platonischer Natur. Sie pflegten einen lebhaften Briefwechsel über musikalische Themen und sahen sich selten.

Erste Erfolge

Ab 1871 komponierte Tschaikowsky unaufhörlich und gab im selben Jahr sein erstes Konzert, das seinen eigenen Werken gewidmet war. 1875 fuhr Tschaikowsky zur Premiere der Bayreuther Festspiele, die er als Rezensent der Russischen Nachrichten besuchte. Er begegnete Wagner, von dem er sich sich stark beeindruckt zeigte. Wagners Musik fand er außergewöhnlich, wenn sie ihm auch nicht gefiel.

Trotz der Erfolge war Tschaikowski persönlich an einem Tiefpunkt angelangt. In dieser Zeit schrieb er seinem Bruder Modest, dass er alles zu tun gedenke, um irgend jemanden zu heiraten. Allerdings gedachte er nur "durch eine Heirat oder eine offizielle Verbindung zu einer Frau das ganze Pack zum Schweigen zu bringen, das ich zwar verachte, das aber den Menschen, die mir nahestehen, Kummer bereiten kann". 1875 heiratete er dann auch die 28jährige Antonina Iwanowna, der er seine wahren Absichten nie verheimlichte. Das Eheleben war nichts für ihn: Ruhelos wanderte er durch das nächtliche Moskau, zog sich eine Lungenentzündung zu, und versuchte sich der Ehe sogar durch Selbstmord zu entziehen. Der Selbstmord misslang. In einem schweizer Sanatorium erholte er sich und fasste den Entschluss, die ungeliebte Frau zu verlassen.

Die nachfolgenden Jahre waren voller Schaffen. Nacheinander entstanden folgende Werke: 1876 komponierte Tschaikowski das lyrische Drama "Eugen Onegin". 1880 wurde die Oper"Die Jungfrau von Orleans" uraufgeführt, welche vom Publikum begeistert aufgenommen wurde. 1886 entstand die "Zauberin". Die Jahre voller Kreativität wurden allerdings durch Tschaikowskis Gesundheitszustand eingeschränkt. Immer häufiger litt er an Asthmaanfällen. Auch seine chronische Magenerkrankung macht ihm immer mehr zu schaffen. Sein Gesundheitszustand verschlechtert sich derart, dass Tschaikowski 1891 sogar sein Testament verfasst.

Tschaikowskys kranker Magen

Neben schweren Depressionen machten Tschaikowski immer wieder chronische Magenschmerzen zu schaffen. Einen umfassenden Einblick in die Krankheitsgeschichte gewährt sein Bruder Modest in einer Biografie: "Der katarrhalische Zustand seines Magens quälte ihn schon seit Ende der sechziger Jahre. Einst wurde Peter Iljitsch in Nisy bei Kontratjew durch den dortigen Arzt mit der Anwendung des doppelt kohlensauren Natrons bekannt gemacht. Dabei wurde ihm vorgeschrieben, einen halben Teelöffel Natron auf ein halbes Glas Wasser zu nehmen. Er verwechselte dies aber und nahm ein halbes Glas Natron auf einen halben Löffel Wasser, konnte diesen Brei natürlich nur mit Mühe hinunterwürgen und - musste seine Zerstreutheit teuer bezahlen. Diese unangenehme Erfahrung hinderte ihn jedoch nicht, mit dem neuen Mittel innige Freundschaft zu schließen. Seit der Zeit konnte er ohne Natron nicht leben, vertilgte es in unglaublichen Mengen und gewöhnte sich daran, dass er es sogar schmackhaft fand. Die Krankheit wurde dadurch nicht geheilt, Im Gegenteil: sie wurde immer schlimmer, so dass Peter Iljitsch im Jahr 1876 eine Mineralquellenkur unternehmen musste. Seit jener Kur besserte sich sein Befinden und gedachte immer mit Dankbarkeit dieser heimwehreichen Tage in Vichy. Ganz verschwunden war der Katarrh jedoch nicht und machte sich jeden Augenblick bald stärker bald schwächer fühlbar. Gegen Ende der achtziger Jahre verschlimmerte sich wieder der Zustand seines Magens: außer dem beständigen Sodbrennen wiederholten sich Magenverstimmungen immer öfter und beängstigten ihn sehr."

Den behandelnden Ärzten gelang es nicht, die starken Magensymptome des Musikers angemessen zu behandeln. Sie machten eine erhöhte Säureproduktion für die chronischen Leiden verantwortlich. Mediziner späterer Generationen diagnostizierten aufgrund der Krankheitsbeschreibungen eine chronische Gastritis oder sogar einen Magenulkus.

Die letzten Jahre bis zum Tod

Trotz seiner schweren Magenschmerzen komponierte Tschaikowski weiter. Es entstand im Auftrag des Zaren das Ballett "Dornröschen". Es folgten die V. Symphonie, sowie die Oper "Pique-Dame", mit der Tschaikowski auch internationalen Erfolg hatte. Weitere Auftragswerke wie "Der Nussknacker" und "Jolanthe" folgten. Kurz vor seinem Tod 1893 führte Tschaikowski noch seine letzte Sinfonie - Sinfonie Nr. 6 - in Petersburg auf. Sie hatte allerdings nicht die Wirkung auf das Publikum, die sich Tschaikowski erhofft hatte, ihm selbst kam dieses letzte Werk einem Requiem gleich.

Sodbrennen, Gesundheit

Am Vorabende seines Todestages klagte Tschaikowski nach ausgiebigem Abendessen über einen verdorbenen Magen. Wieder verarztete er sich mit bewährtem Bittersalz und trank dazu unabgekochtes Flusswasser - und dies obwohl ihm bekannt war, dass eine Choleraepidemie herrschte. Am 6. November 1893 starb Tschaikowski an Cholera. Verschiedene Kenner Tschaikowskis werteten dies als weiteren und dieses Mal geglückten Selbstmordversuch. Ob Tschaikowski es wirklich bewusst arrangiert hatte, den selben Tod wie seine Mutter zu sterben, wird sein ewiges Geheimnis bleiben.

Literatur
[1] Kerner, D.: Krankheiten großer Musiker, Bd. 2, 2. Aufl. F. K. Schattauer, Stuttgart/New York 1977.
[2] Kerner, D.: Nie mit der Gegenwart zufrieden. Dt. Ärzteblatt 62, 1080-1087 (1965).
[3] Böhme, G.: Medizinische Porträts berühmter Komponisten, Bd. 2, Gustav Fischer Verlag, Stuttgart/New York 1979.

© multiMEDvision GbR, Berlin, 1992-2018. Texte und Abbildungen unterliegen deutschem und internationalem Urheberschutzrecht: Insbesondere der Nachdruck oder die Übernahme in digitale Medien ist nur nach Genehmigung möglich.
Sofort-Kauf

Riopan Magentabletten 100 Kautabletten (PZN: 00749318)

Sofortkauf bei unseren Partner-Apotheken

  • Volksversand-Apo: 28,60 € (+ 2,95 € Versandk. oder weniger)
  • Zur Rose: 24,99 € (+ 3,95 € Versandk. oder weniger)
  • iPill: 22,89 € (+ 3,95 € Versandk. oder weniger)
  • Sanicare: 21,83 € (+ 4,95 € Versandk. oder weniger)
  • Medpex: 22,29 € (+ 3,95 € Versandk. oder weniger)
  • ApoNeo: 22,29 € (+ 3,95 € Versandk. oder weniger)
  • Pharmeo: 20,25 € (+ 4,30 € Versandk. oder weniger)
  • besamex: 20,44 € (+ 3,50 € Versandk. oder weniger)
  • DocMorris: 20,79 € (+ 2,95 € Versandk. oder weniger)
  • Europon: 19,69 € (+ 3,95 € Versandk. oder weniger)

(sortiert nach Summe aus Produktpreis + Versandkosten)