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Der irische Dichter und das Magengeschwür
James Joyce (1882-1941)


James Joyce (1882-1941)

James Joyce
Foto von Gisèle Freund, 1939

Joyce - dieser Name erweckt unweigerlich Assoziationen: Seine Hauptwerke, die Romane "Ulysses" und "Finnegans Wake", sind monumental, schwierig und haben daher wahrscheinlich weit mehr Käufer als Leser gefunden. Sein Rang als Schriftsteller kann jedoch nicht hoch genug eingeschätzt werden. Viele Kritiker halten ihn für den wichtigsten Autor des 20. Jahrhunderts. Neben seinen Romanen hat er noch Kritiken, Gedichte und Theaterstücke geschrieben. Thematisch hatte er eine besondere Vorliebe für Irland und dessen Hauptstadt Dublin. Joyce lebte ab 1904 in selbstgewähltem Exil in Paris, Triest und Zürich. Doch in seinen Vorstellungen und Erinnerungen blieb er weiterhin tief mit seinem Geburtsland verbunden.

Sein Leben

Am 2. Februar 1882 wurde Joyce geboren. Er war der älteste von zehn Kindern. Durch die Geldnot in der Familie konnte die Ausbildung der Kinder nur teilweise finanziert werden. Trotzdem besuchte Joyce von 1888 bis 1898 mit Unterbrechungen verschiedene Jesuiten-Schulen. Er galt als guter Schüler, geriet jedoch, als er älter wurde, immer häufiger wegen Glaubensfragen mit den Jesuiten in Konflikte. Zuletzt wandte er sich ganz vom katholischen Glauben ab. Von 1898 bis 1902 studierte er Literatur und Sprachen am University College in Dublin. Joyce war von ungeheurem Wissensdrang erfüllt: Er lernte sogar Norwegisch, um Ibsen im Original lesen zu können. 1900 veröffentlichte er seine erste Rezension "Ibsen's New Drama" in einer Londoner Zeitschrift, die positiv aufgenommen wurde. Es verhalf ihm zu weiteren Aufträgen, die ihm Anerkennung einbrachten - soviel, dass er beschloss, Schriftsteller zu werden.

Im Jahre 1902 beendete er seine Studien. Um seine Tätigkeit als Schriftsteller finanzieren zu können, nahm er ein Medizinstudium in Dublin auf, das er jedoch bald wieder abbrach. Während er versuchte in verschiedenen Berufen Geld zu verdienen, verlor er seine Leidenschaft nicht aus den Augen: Parallel arbeitete er an seinem ersten Roman, "Stephen Hero", der dann unter dem Titel "A Portrait of the Artist as a Young Man" ("Porträt des Künstlers als junger Mann") erschien. Überlebenskampf und und der Wunsch, endlich als Schriftsteller leben und arbeiten zu können, wirkten sich bei Joyce schon in jungen Jahren körperlich aus: Er litt unter Sodbrennen und starken Magenbeschwerden. Doch statt Schonung verarztete er sich selbst exzessiv mit Alkohol.

Brenda Maddox: Nora - Das Leben der Nora Joyce

Im Sommer 1904 lernte Joyce seine spätere Frau Nora Barnacle kennen. Er verewigte diese Begegnung mit seinem späteren Roman "Ulysses". Joyce und Barnacle verließen im Herbst desselben Jahres Irland und siedelten auf den Kontinent über. Joyce verdiente die nächsten Jahre seinen Lebensunterhalt indem er als Englischlehrer arbeitete. Zunächst lebte das Paar in in Pola, (Österreich-Ungarn, heute: Pula, Kroatien). Nora Barnacle brachte dort auch zwei Kinder zur Welt. Trotz der Familiengründung führten beide ein eher ruheloses Leben: 1905 zogen sie nach Triest (Italien) um. Später erfolgte ein Umzug nach Rom. Mehrere Kurzgeschichten entstanden: The Dead" ("Die Toten") , sowie die "Dubliners". Als die Regierung Italiens, den Eintritt in den Ersten Weltkrieg beschloß, siedelten die Joyce' in die neutrale Schweiz nach Zürich über. Joyce arbeitete weiterhin als Englischlehrer. In Zürich begann er mit "Ulysses". Seine Gesundheit verschlechterte sich: Zu den ständigen Magenschmerzen, bekam er Probleme mit seinen Augen. Wegen starker Augen-Entzündungen musste er sich zwischen 1917 bis 1930 mehreren Augenoperationen unterziehen. Er erblindete sogar vorübergehend.

Das Zeitalter des Romans "Ulysses"

1918 wurden Episoden von "Ulysses" zunächst in einer amerikanischen Zeitschrift veröffentlicht. Es stellte sich sogar ein erster Erfolg ein. Doch als 1920 der Roman dann in Großbritannien veröffentlicht wurde, kam es zu einem weltweiten Verbot. Die Veröffentlichung wurde wegen Obszönität zurückgezogen. Der enttäuschte Joyce zog auf Anraten seines Freundes und Schriftstellers Ezra Pound nach Paris. Dort gelang es ihm mit Hilfe einer englischen Buchhändlerin "Ulysses" 1922 privat in zensierter Form als Buch erscheinen zu lassen.

Joyce hatte den Roman als moderne Parallele zu Homers "Odyssee" angelegt. Er verfolgte die Ereignisse im Leben von drei Figuren. Dabei beeindruckte die Beschreibung seiner Protagonisten vor allem durch seine stilistische und sprachliche Vielfalt. Mit Hilfe eines ständigen Perspektive-Wechsels gelang es Joyce, eine parallel verlaufende Zeitspanne von 24 Stunden im Leben zweier Personen zu beschreiben: Zum einen von dem Dubliner Anzeigenvertreters Leopold Bloom und zum anderen dem Künstler Dedalus. Anhand der Beschreibung von Blooms und Dedalus' Leben, gelang es Joyce, ein Bild einem Puzzle gleich, darzustellen: Das Leben der Menschen in Dublin. Joyce wollte, wie er einmal formulierte, "ein so vollständiges Bild von Dublin vermitteln, dass die Stadt, wenn sie eines Tages vom Erdboden verschwände, nach meinem Buch wieder aufgebaut werden könnte".

Joyce liess in die zwölf Teile des Romans sein gewaltiges enzyklopädisches Wissen einfließen (der Wortschatz des etwa 1 000 Seiten dicken Buchs beträgt nahezu 30 000 Wörter; dies entspricht ungefähr dem Wortschatz Goethes). Er nahm auch abwegige Neologismen (Sprachwendungen) auf, die in der Weltliteratur nur einmal vorkamen. Jedes Kapitel verfasste er in einem anderen Stil, und nahm damit die Gelegenheit wahr, literarische Traditionen zu parodieren und persiflieren. Als stilbildendes Element entwickelte er erstmalig einen sogenannten 'inneren Monolog'. Mit dieser völlig neuen Form des Selbstgesprächs gelang es ihm perfekt, den Lesern Gedankenketten seiner Protagonisten nahe zu bringen (sog. Bewußtseinsstrom; stream of consciousness). Joyce gelang es, mit dem Selbstgespräch den sehr persönlichen Gedankenfluss, Eindrücke, Gefühle oder Assoziationen Ausdruck zu verliehen. Diese Technik hatte nachfolgend prägenden Einfluss auf andere Roman-Autoren des 20. Jahrhunderts.

In der Pariser Zeit erlebte Joyce seinen Durchbruch als Schriftsteller: "Ulysses" war 1922 erschienen, 1928 Auszüge von "Finnegans Wake" unter dem Titel "Work in Progress" und zwischen 1928 und 1937 wurde sein gesamtes Werk verlegt. Getrübt wurde sein Erfolg allerdings durch seinen schlechten Gesundheitszustand. 1931, während eines kurzen Aufenthaltes in London, heiratete Joyce die Frau, mit der er 27 Jahre lang in wilder Ehe verbracht hatte. Seine Pariser Zeit wurde durch den zweiten Weltkrieg beendet: Als die Deutschen 1940 Frankreich besetzten, entschloss er, sich wieder nach Zürich abzusetzen. Dort lebte er nur noch ein Jahr lang und starb schließlich qualvoll Anfang 1941. Er erlag seinen Magengeschwüren, wie aufgrund einer durchgeführten Obduktion festgestellt werden konnte.

Literatur
[1] Lyons J. B.: James Joyce and Medicine. The dolmer Press, Dublin, 1973.
[2] Baron J. H.: Säure und peptischer Ulkus - Von Paracelsus zu James Joyce. Therapeutische Umschau, Band 49, Heft 11, 1992.

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